|
25-07-2008 Beijing Rundschau
Beijing: ein riesiger Magnet für innovative Architektur
Das Nationalstadion (das Vogelnest) Für die meisten Besucher der Olympiade werden die Eröffnungs- und Abschlusszeremonien sowie die Leichtathletik-Wettbewerbe ihre Erinnerung an die Beijinger Olympiade prägen. Das Stadion verdiente sich seinen Spitznamen durch die Art und Weise, wie die Stahl- und Zement-Träger die 91 000 Sitzplätze des Stadions umgürten. Das Design wurde bei einem "Brainstorming” zwischen dem chinesischen Künstler Ai Weiwei und den schweizerischen Architekturen Jacques Herzog und Pierre de Meuron geboren. Das Gebäude spielt mit Elementen der chinesischen Kultur. Die sich anscheinend willkürlich kreuzenden Träger sollen an die Craquelé-Glasur alter chinesischer Keramik erinnern. Von Süden gesehen ähnelt die verwinkelte Schüssel dem trapezförmigen chinesischen Goldbarren, ein Symbol des Reichtums. Die tragenden Elemente des Baus bestehen aus 24 Pfeilern, jeder wiegt 1 000 Tonnen. Um das Stadion zu vollenden, waren rund 7 000 Arbeiter notwendig, die drei Jahre lang in 12 Stunden-Schichten arbeiteten. "Das CCTV-Gebäude ist ein Triumph der Technik” sagt Xu Weiguo, Architekturprofessor an der Qinghua Universität, "das Vogelnest ist ein Triumph des Denkens." Der Wasser-Würfel Das von dem australischen Architekturbüro Peddle, Thorp and Walker (PTW) Architekten entworfene Nationale Schwimmzentrum wird die olympischen Schwimmwettbewerbe beherbergen. Die Architekten spielten mit der Idee eines wellenförmiges Gebäude, entschieden sich jedoch für Strukturen, die an Luftblasen bei Schaumbildung erinnern. Die Wände bestehen aus 3 500 blasenförmigen Polstern, die aus transparentem Teflon hergestellt sind. Der Kunststoff nimmt Sonnenenergie auf, wirkt isolierend und reduziert den Energieverbrauch des Gebäudes um 30 Prozent. Im Inneren gibt es fünf Schwimmbecken, 17.000 Sitzplätze, verschiedene Schwimmanlagen und ein Restaurant.
Das CCTV -Gebäude Das riesige neue Gebäude des staatlichen Fernsehsenders CCTV gleicht einem in sich verdrehten Hufeisen. Der Bau ist von Rem Koolhaas und seiner niederländischen Firma in Zusammenarbeit mit den Arup- Ingenieuren entstanden. Bis zum Start der Spiele wird die Fassade fertig gestellt sein, der Innenausbau wird vermutlich noch einige Monate in Anspruch nehmen. Zwei geneigte Hochhaustürme ragen rund 165 Meter über den Boden und treffen sich nach einer scharfen Biegung in einem Verbindungsteil, der auf den Betrachter einzustürzen scheint - ein ungewöhnlicher Anblick, denn die Gesetze der Physik scheinen für dieses Bauwerk aufgehoben zu sein. Um den Baukörper zu stabilisieren, haben die Architekten einen riesigen unterirdischen Sockel gebaut, der eine Wirkung entfaltet wie Skier, die einen Skiläufer davor bewahren, nach vorne überzukippen. Das Gebäude erschlägt optisch die Überreste eines alten Wohngebietes in dessen Mitte das Gebäude gesetzt wurde. "Viele Leute kritisieren die moderne Stadtentwicklung, aber ich finde es gut, dass es eine Debatte darüber gibt”, sagt der chinesische Architekt Zhu Pei, der die Beijinger Baubehörde dazu bewegen konnte, Rem Koolhaas und andere internationale Architekten zum Wettbewerb einzuladen.
QIANMEN Südlich vom Tiananmen -Platz gelegen, erhält das traditionsreiche Geschäftsviertel Beijings ein neues Gesicht. Befürworter sagen, dass das Projekt ein Schritt vorwärts in der Rettung der letzten Hutongs von Beijing sei, Kritiker meinen, dass das Viertel in eine Art Disneyland verwandelt wird. Wie auch immer: nehmen wir es als eindrucksvollen Versuch, um ein Stück alter chinesischer Kultur zu erhalten und es zugleich an die Bedürfnisse der Gegenwart anzupassen. |
| Über Beijing Review | | | Über Beijing Rundschau | | | Rss Feeds | | | Kontakt | | | Aboservice | | | Zu Favoriten hizuf ügen |
| Adresse: BEIJING RUNDSCHAU Baiwanzhuanglu 24, 100037 Beijing, Volksrepublik China |