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09-10-2007 Quelle: Verlag für Fremdsprachige Literature
Feste in Tibet
Am 1. Tag des 7. Monats ist das Shoton-Fest, ein Festival für die Tibet-Oper ist. So wird es auch das Tibet-Operfest genannt. Vor dem 17. Jahrhundert war das Shonton-Fest ein rein religiöses Fest. Gemäß den damaligen Gesetzen und der religiösen Disziplin war es den Mönchen verboten, im Sommer auszugehen. Die Gläubigen mussten den Mönchen Essen spenden. So feiert man das Shoton-Fest. In der Mitte des 17. Jahrhunderts wurde die Tibet-Oper während dieser Zeit aufgeführt. Das Festival ist überliefert, aber diese Aufführungen durften nur außerhalb der Tempel und Klöster gezeigt werden. Erst Anfang des 18. Jahrhunderts durfte die Tibet-Oper in Norbulingka, die Residenz für den Dalai Lama, aufgeführt und dort das Shoton-Fest gefeiert werden. Auch Laien durften im Palast die Tibet-Oper bewundern. Das „Ongkor“-Fest - ein Fest zur Feier der guten Ernte - wird im 8. Monat gefeiert, wenn die Kulturpflanzen reif sind. Das über 1000jährige „Ongkor“-Fest wurde anfangs im Gebiet am Mittel- und Unterlauf des Yarlung Zangbo-Flusses gefeiert. Während dieses Festes wurde früher eine Gebetszeremonie zur guten Ernte veranstaltet. Meistens feierte man dieses Fest im Kreis eines Dorfes. Ein Hexenmeister der Bön-Religion führte eine „Hexerei“ durch und die Dorfbewohner wanderten rund um die Felder des Dorfes. Durch die Entwicklung der Religion und unter ihrem Einfluss wurden die Aktivitäten für dieses Fest ständig erneuert. Als die Ningma-Sekte des tibetischen Buddhismus Ende des 8. Jahrhunderts ihre Blütezeit erreichte, wurde das „Ongkor“-Fest von dieser Sekte beeinflusst. Man musste Zauberformeln murmeln, so betete man für eine gute Ernte. Nachdem die Gelug-Sekte (Gelbe Sekte) sich eine führende Stellung erkämpft hatte, wurde das Fest von der Gelben Sekte beeinflusst. Vor dem Demonstrationszug wurden Buddhastatuen getragen und Sutras rezitiert. Seitdem sind die Aktivitäten des „Ongkor“-Festes überliefert. Später wurden Pferderennen, Bogenschießen, Gesang und Tanz, Tibet-Oper und Ringen in die Aktivitäten integriert. Nicht nur auf den Ackern werden diese Spiele praktiziert, sondern auch auf den Weiden. Im 10. Monat gibt es zwei bedeutende religiöse Feste, das eine ist das Fest des glückbringenden Engels am 15. Tag des 10. Monats. Alle Mönche im Moru-Kloster bringen dem glückbringenden Engel im Jokhang-Tempel ein Jahresopfer dar. Am Abend des 14. Tages des 10. Monats tragen sie die Statue des glückbringenden Engels in die Sakyamuni-Halle und platzieren sie es der Sakyamuni-Statue gegenüber. Nach dem Sonnenaufgang am 15. Tag des 10. Monats tragen Mönche die Statue des glückbringenden Engels auf den Barkhor-Platz. Zahlreiche Gläubige überreichen der Statue des glückbringenden Engels ein Hada. Nach einer Reihe von religiösen Aktivitäten kehren die Mönche aus dem Jokhang-Tempel zurück. Besonders Frauen interessieren sich für dieses Fest. So nennen sie das Fest „Feenfest“. Sie sind an diesen Tag schön gekleidet. Vor der Statue des glückbringenden Engels verbrennen sie Weihraustäbchen und legen Gelübde ab. Ein anderes Fest ist das Laternen-Fest am 25. Tag des 10. Monats. An diesem Tag feiert man den Todestag von Zongkapa, Begründer der Gelug-Sekte. Am Abend brennt man zahlreiche Lampen in den Tempeln und Klöstern und auf den Dächern der Häuser der einfachen Leute an. Eine endlose Kette von Gläubigen mit Gebetsmühlen strömt zum Jokhang-Tempel und wirft Maulbeerbaumäste in den Weihrauchbehälter vor dem Jokhang-Tempel. Sie wünschen sich dadurch ein gutes Leben.
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