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27-11-2007 Tibetische Sitten und Gebräuche
Tibetische Sitten und Gebräuche
Erwachsenwerden Wenn ein tibetisches Mädchen 16 Jahre alt ist, veranstaltet ihre Familie ein Fest für sie, das sie symbolisch zur Erwachsenen macht. An diesem glücklichen Tag laden ihre Eltern noch ein weiteres Mädchen des gleichen Alters ein, und die beiden tragen ihre Haare in zwei Zöpfen, was die Heiratsfähigkeit der Mädchen symbolisiert. Dazu tragen sie Patsu und den farbenfrohen Bangdian-Rock. Nachdem ihr einige Hadas als Geschenke überreicht worden sind, geht das Mädchen mit drei oder vier Verwandten zum Tempel, um zu Buddha zu beten. Wenn sie zurückkommen, werden die Gäste zu einem großen Festessen geladen, und nach der Zeremonie ist es dem Mädchen erlaubt, Kontakte zu Männern aufzunehmen und zu heiraten.
Tabu Die tibetischen Menschen sind lebensfroh, optimistisch, ehrlich, offen, höflich und humorvoll. Sie lieben es, Witze zu machen, und sind sehr gesellig. Jede Angelegenheit ist willkommen, um mit Freunden, Verwandten oder Nachbarn zu feiern, zu trinken, zu lachen oder einfach nur zu reden. Trotzdem gibt es einige Tabus, die man unbedingt beachten, respektieren und einhalten sollte. Wenn man in das Haus oder Zelt eines Tibeters eingeladen wird, so darf man niemals auf die Schwelle der Tür treten. Will man jemanden ansprechen, so muss man unbedingt ein „La“ hinter ihren oder seinen Namen setzen, um seinen Respekt auszudrücken. Bietet ein Tibeter einen Platz an, so setzt man sich mit gekreuzten Beinen hin und streckt ihm nicht die Beine und Füße entgegen. Bekommt man Geschenke, so nimmt man diese mit beiden Händen entgegen, sowie man auch Geschenke, die man überreichen will, mit beiden Händen über dem Kopf abgibt. Wenn der Gastgeber einen Toast ausspricht, sollte der Gast die Spitze seines Fingers in sein Getränk tunken und es dann hoch in die Luft, vor sich und auf den Boden spritzen, um den Respekt für den Himmel, die Erde und die Vorfahren zu zeigen. Dann trinkt man sein Weinglas zwei mal aus und lässt sich jedes Mal vom Gastgeber wieder nachfüllen. Der Ablauf dieses Rituals wird drei Mal wiederholt, bis man aufgefordert wird, das gesamte Glas zu leeren. In die Hände klatschen und spucken wird von den Tibetern als sehr, sehr unhöflich erachtet. Auch wenn sich zwei Freunde nach langer Zeit wiedertreffen, berührt man den anderen nicht mit seiner Hand auf der Schulter. Pfeifen und lautes Rufen wird als sehr unhöflich erachtet. Bei dem Besuch eines Tempels oder Klosters sollten das Rauchen, das Anfassen der Bilder und der religiösen Gegenstände sowie das Fotografieren unterlassen werden. Mit Ausnahme der Bonklöster sollten Tempel im Uhrzeigersinn umrundet werden. Das Gleiche gilt auch für Stupas, Manisteine usw. Geier werden von den Tibetern als heilige Tiere angesehen, deshalb sollte man sie in Ruhe lassen und sie nicht vertreiben oder verletzen. Neben diesen gibt es viele weitere Sitten und Bräuche, die von den einzelnen ethnischen Gruppen bewahrt werden
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