27-11-2007 Beijing Rundschau
Einzigartige Bräuche in Tibet
  

Om Mani Pedme Hum

Om Mani Pedme Hum, oder auch Om Mani Pedme Hung, ist das bekannteste Mantra in Tibet, das aus dem Buddhismus rezitiert, auf Steine gemalt oder in Steine geritzt wurde.

Die meisten der Tibeter sind Buddhisten und glauben an das Cherenzi-Mantra, das negatives Karma verschwinden lassen kann und hilft, aus dem Sündenleiden herauszukommen und das Buddhadasein zu erreichen. Die gängigen Praktiken sind, das Mantra laut oder leise zu sprechen, die Gebetsmühle zu drehen und das Mantra in Steine zu ritzen.

Die Frage, was das Mantra ist, kann nicht leicht beantwortet werden, weil man das Mantra nur ganz schwer in andere Sprachen übersetzen kann.

Die erste Silbe, Om, symbolisiert den eigenen unreinen Körper, Seele und Geist, sowie den puren, reinen Körper des Buddha. Der Buddhismus besagt, dass ein unreiner Körper in einen reinen verwandelt werden kann, so wie auch Buddha einst selbst durch das Entfernen der negativen Eigenschaften die Erleuchtung auf seinem Weg gefunden hat.

Mani, ein Edelstein, symbolisiert die Größe des Mitgefühls und der Liebe, die selbstlose Absicht erleuchtet zu werden.

Padme verweist auf die Lotusblume: In Dreck gewachsen, aber nicht mit Dreck beschmutzt und bedeckt, versinnbildlicht die Lotusblume die Eigenschaften von Weisheit.

Die letzte Silbe, Hum, bedeutet die Untrennbarkeit, symbolisiert die Reinheit und kann durch die Einheit von Weg und Weisheit erreicht werden.

 

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