|
21-07-2008 Quelle: China.org.cn, China Daily, 26. Juli 2007
Wang Tao: Gegen das Spucken
Ein Brief und viele olympische Träume "Wir brauchen mehr Freiwillige zur Überwachung der Gesellschaft in allen Teilen der Stadt," sagt er. Wang denkt, dass die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit der Schlüssel zum Erfolg sei. Im Dezember letzten Jahres schrieb er einen offenen Brief an die Beijinger Abendnachrichten, in dem er die Beijinger dazu aufrief, das Image der Stadt im Bereich Umwelt zu verbessern. In diesem Brief listete Wang unter der Überschrift "Was Beijinger für ihre Umwelt tun sollten" zehn Unarten auf, die man häufig in Beijing beobachten kann. Darunter befanden sich das Vordrängeln in Schlangen, das laute Rufen in Restaurants und das Spucken in der Öffentlichkeit. Sein Brief rief ein intensives Echo in der Leserschaft hervor und auch die Beijinger Stadtregierung nahm von seinem Einsatz Notiz. Man lud ihn ein, eine Rede zur Eröffnungszeremonie der Aktion zur Prämierung der zehn saubersten Straßen, Busstationen, Stadtviertel und anderer öffentlicher Bereiche zu halten. In der Rede forderte Wang die Beijinger dazu auf, sich um ihre Umwelt zu kümmern und sich aktiv an den Wahlen zu beteiligen. Die Ergebnisse der Aktion werden einige Monate vor Eröffnung der Olympischen Spiele präsentiert werden. Doch schon unmittelbar nach seiner großen Rede plagten Wang andere Sorgen. "Ich erhalte keinerlei finanzielle Unterstützung durch die Regierung oder durch andere Institutionen," erklärte er. "Sogar die Taschentücher muss ich selbst besorgen.. Ich benötige wirklich finanzielle Hilfe, neue Ideen und Unterstützung für meine Aktion," sagt er. STUDIE: WENIGER MENSCHEN SPUCKEN Laut einer Studie hat die Zahl der Beijinger, die in der Öffentlichkeit spucken, gegenüber 2005 um 41,7 Prozent abgenommen. Generell hat sich das Verhalten der Bürger Beijings im letzten Jahr deutlich verändert, besagt eine Untersuchung des Zentrums für Humanistische Olympische Studien der Beijinger Renmin-Universität. An 320 öffentlichen Plätzen (Supermärkten, Parks usw.) wurden im Laufe der letzten zwei Jahre 1 700 Stunden lang rund 230 000 Menschen beobachtet. Die Ergebnisse zeigen, dass nicht nur weniger Menschen spucken, sondern auch weniger Bewohner die Straßen verunreinigen. Zusätzlich ergab die Überwachung von rund 180 000 Fahrzeugen an 86 Plätzen, wie etwa Kreuzungen und Bushaltestellen, dass sich Autofahrer, Radfahrer und Fußgänger nun rücksichtsvoller benehmen als zuvor. Die Beijinger Behörden werden dieses Jahr weitere Maßnahmen ergreifen, um das Verhalten im öffentlichen Raum zu verbessern. Die Maßnahmen werden das Aufstellen von mehr Mülleimern an Straßen, den Einsatz von Anzeigetafeln, um das Spucken in der Öffentlichkeit einzudämmen, das Einstellen von mehr Mitarbeitern für die Überwachung der Straßen und höhere Strafen gegen Verstöße umfassen.
|
| Über Beijing Review | | | Über Beijing Rundschau | | | Rss Feeds | | | Kontakt | | | Aboservice | | | Zu Favoriten hizuf ügen |
| Adresse: BEIJING RUNDSCHAU Baiwanzhuanglu 24, 100037 Beijing, Volksrepublik China |