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Chinas Spielzeugindustrie ist unter Druck geraten. In letzter Zeit häufen sich Beschwerden über die Qualität ihrer Waren. Der Ausweg: Entwicklung eigener Produkte, die höheren Qualitätsansprüchen gerecht werden.
Durchhalten oder Aufgeben? Viele chinesische Spielzeughersteller werden nun vor die Existenzfrage gestellt. Nach der Verschärfung der Qualitätsstandards auf dem amerikanischen und europäischen Markt sind zahlreiche Unternehmen der Branche bereits in die Verlustzone geraten.
Spielzeugindustrie in der Zwickmühle
Heute sind chinesische Produkte überall auf der Welt zu haben, und dies gilt insbesondere für Spielwaren, denn China ist der Welt größter Spielzeugproduzent und -exporteur. Von vier Spielzeugartikeln tragen drei das Label „Made in China“. Trotzdem müssen viele Spielzeughersteller wegen zu niedrigen Gewinns um ihre Existenz kämpfen. Zhan Wanlin, stellvertretender Geschäftsführer der Anhui Daily-Play Toys Group sagt: „Der Löwenanteil am Gewinn fließt in die Tasche der ausländischen Groß- und Einzelhändler.“ Seit mehr als 20 Jahren ist die Daily-Play Toys Group auf die Herstellung von Spielzeug im Auftrag ausländischer Kunden spezialisiert. Die Auftraggeber geben das Design, die Rohmaterialien und den Preis vor, zu dem Zhans Firma zu produzieren hat.
Als eine äußerst arbeitsintensive Branche leidet die chinesische Spielzeugindustrie an einem Mangel an Innovationsfähigkeit, zumal es kaum eigene Entwicklungen gibt. Nur sehr wenige chinesische Unternehmen können sich unter eigenem Namen auf dem internationalen Markt behaupten.
Shi Xiaoguang, Vorsitzender des Chinesischen Spielzeugherstellerverbandes, sagt, trotz des riesigen Exportvolumens gebe es nur eine sehr geringe Anzahl großer Unternehmen. Außerdem seien qualifizierte Designer immer noch Mangelware in China. Dies habe zur Folge, dass kein chinesisches Spielzeugunternehmen finanziell stark genug sei, um sich mit eigenen Marken auf dem Weltmarkt zu behaupten. Die Spielzeugindustrie stehe nach wie vor am gewinnarmen Ende der Wertschöpfungskette.
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