
Weitere Investitionen
Am 7. September 2007 wurde vom Zentralverband des deutschen Handwerks (ZDH) in Kunshan nahe Shanghai das China International Purchase Centre (CIPC) gegründet. Es handelt sich hierbei um eine Plattform für Einkauf, Vertrieb, Messen und Ausstellungen vorwiegend europäischer Firmen. Das dort integrierte Servicezentrum hilft mit seinem deutsch-chinesischen Beraterteam mittelständischen Unternehmen auf dem chinesischen Markt Fuß zu fassen. Die Gründung des Zentrums ist ein Zeichen dafür, dass nach den Konzernen nun verstärkt kleine und mittlere Betriebe (SME) aus Deutschland den chinesischen Markt erobern.
Von 1980 bis zum April 2007 sind mehr als 5500 deutsche Investitionsprojekte genehmigt worden. Bei den meisten dieser Projekte handelt es sich um Produktionsvorhaben auf höchstem technischen Niveau mit großem Investitionsvolumen. Seit Beginn der Reform- und Öffnungspolitik summiert sich das eingezahlte Kapital der deutschen Unternehmen auf 15, 66 Mrd. US-Dollar. Allein in den ersten vier Monaten diesen Jahres erreichte das eingezahltes Kapital aus Deutschland 2, 22 Mrd. Dollar, und lag damit über der Gesamtsumme im Jahr 2006 (1,98 Mrd. Dollar) und 2005 (1,53 Mrd. Dollar). Unter der gesamten deutschen Investitionen in China sind 90 Prozent in die drei Hauptindustrieregionen geflossen: das Jangtse-Delta mit Schwerpunkt Shanghai, Chinas Nordosten und das Perlfluss-Delta mit den Schwerpunkten Hong Kong und Guangdong.
Lü Bo, stellvertretender Direktor an der Akademie für internationalen Handel und wirtschaftliche Zusammenarbeit beim Handelsministerium, meint, dass die deutschen Unternehmen bei der Erschließung des chinesischen Marktes dank hochwertiger Produkte, einer fortgeschrittenen Technologie und einer ausreichenden Kapitaldecke ihre Überlegenheit ausspielen können. Er sieht ein großes Potenzial für eine weitreichende Zusammenarbeit zwischen China und Deutschland bei Investitionsprojekten, vor allem in den Bereichen neuer Technologien und beim Anlagenbau.