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26-10-2007 Beijing Rundschau
Guten Tag, China!
Von Lan Xinzhen
Deutschland ist Chinas wichtigster europäischer Lieferant von Hochtechnologie und ist nach Amerika und Japan der drittwichtigste Handelspartner Chinas. Im ersten Quartal 2007 haben China und Deutschland im High-Tech Bereich 270 Verträge mit einer Vertragssumme von 86, 11 Mrd. US- Dollar unterzeichnet. Die Automobilindustrie, der Maschinen- und Anlagenbau und die Chemieindustrie sind die drei tragenden Säulen der deutschen Wirtschaft. In allen drei Branchen machen kleine und mittelständische Firmen 99 Prozent der Gesamtzahl der Unternehmen aus. Viele von ihnen sind schon nach China gekommen. Ernst & Young, eine weltweit agierende Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, hat eine Untersuchung über die Geschäftskontakte zwischen China und deutschen SMEs durchgeführt. Dabei stellte sich heraus, dass immer mehr deutsche SMEs das große Potenzial von China erkannt haben und beabsichtigen, auf mittlere und lange Sicht in China zu investieren. Es zeigte sich, dass 17 Prozent der deutschen SMEs direkte Wirtschafts- und Handelsbeziehungen mit China pflegen. 26 Prozent der deutschen SMEs glauben, dass das Wachstum der chinesischen Wirtschaft einen positiven Einfluss auf sie ausgeübt hat. 50 Prozent der deutschen SMEs, die über Wirtschaftsbeziehungen mit China verfügen, habe einen positiven Eindruck vom chinesischen Markt. Die starke Konkurrenz auf dem chinesischen Markt hat deutsche Unternehmen dazu gezwungen, mehr Kapital in China einzusetzen. Volkswagen und Daimler haben sich angesichts der starken Konkurrenz aus Amerika und Japan, aber auch der chinesischen Autohersteller, darauf eingestellt, in Beijing den Hauptgeschäftssitz für Nordostasien einzurichten. Nach Yang Weiguo ist es für die Zusammenarbeit der chinesischen und deutschen Unternehmen von größter Bedeutung, dass die politischen Beziehungen zwischen China und Deutschland auf einer soliden Grundlage stehen und die Wirtschaftsbeziehungen beider Länder ausgewogen sind. Bis 2010 werden sich die Direktinvestitionen der deutschen Unternehmen in China verdoppeln und die Marke von 30 Mrd. US-Dollar erreichen. Positiver Einfluß Die Chinesische Autoindustrie ist von Deutschland am stärksten beeinflusst. Chinesische Angestellte von Volkswagen erhielten ihre fachliche Ausbildung entweder in China oder in Deutschland. Sie haben die Grundsätze moderner Produktions- und Verwaltungstechnik verinnerlicht. Vor der Kooperation mit Volkswagen war die chinesische Automobilindustrie nur schwach entwickelt. Es mangelte vor allem an Fachleuten. Zehn Jahre später hatte sich die chinesische Autoindustrie nicht nur hinsichtlich ihres Umfangs, sondern auch in qualitativer und administrativer Hinsicht deutlich verbessert gehabt. Yang glaubt, dass die Impulse, die deutschen Firmen in China gegeben haben, sehr positiv sind. Die deutschen Unternehmen gelten als eine wichtige Quelle für Steuereinnahmen. Zudem hätten die deutschen Unternehmen viele Arbeitsplätze geschaffen. Da China jetzt verstärkt in Umweltschutz investiert, haben deutsche Anbieter von Umwelttechnologie sehr gute Marktchancen. Die Zusammenarbeit in diesem Bereich kann ein Schwerpunkt der künftigen Wirtschaftsbeziehungen zwischen den beiden Ländern werden.
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