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27-10-2007 Beijing Rundschau
China unterwegs
von Lan Xinzhen
Tourismusmarkt öffnet sich
Die Wachstumsraten der chinesischen Tourismusindustrie begeistern nicht nur einheimische Reiseunternehmen, sondern sind auch für ausländische Firmen interessant.
Im Rahmen seiner WTO-Verpflichtungen hatte sich China damit einverstanden erklärt, bis November 2007 den heimischen Tourismusmarkt für ausländische Investoren zu öffnen.
„Tatsächlich zählt die Tourismusindustrie zu den ersten Branchen, die sich weitgehend ausländischen Kapitalgebern geöffnet haben“, sagt Wang Zhifa.
Bereits vier Jahre vor dem Stichtag erfüllte das Staatliche Touristikamt seine WTO-Verpflichtungen und genehmigte die Einrichtung der ersten Tochtergesellschaft eines ausländischen Reiseunternehmens, Jalpak International (China) Co. Ltd., in Beijing.
Neben Jalpak International gründete „American Express“, der amerikanische Marktführer bei Geschäftsreisen, im Jahr 2003 mit „China International Travel Service“ ein Joint Venture. Der deutsche Branchengigant CAISSA Touristic (Group) AG investierte im Jahr 2006 ca. 30 Millionen Yuan (3,9 Millionen US$) in CAISSA (China) Investment Co. Ltd., um Reisevermittlung, Flugservice und E-Kommerz-Dienstleistungen anzubieten. Zur Zeit gibt es 10 Reiseunternehmen mit Auslandskapital in China.
Dennoch besteht noch immer Verpflichtung, ein bestimmtes Mindestkapital einzusetzen, wenn sich ausländische Touristikunternehmen in China niederlassen wollen. Laut Shao sollen diese Einschränkungen zum 1. Juli 2007 aufgehoben werden.
Ab diesem Tag dürfen ausländische Unternehmen nach Erteilung einer Genehmigung in jeder chinesischen Stadt Zweigniederlassungen eröffnen. Sie genießen dann den gleichen Status wie chinesische Reiseunternehmen.
Auch bei inländischen Reiseveranstaltern sind diese Nachrichten auf offene Ohren gestoßen: Chen Rong, Vizepräsident der CITS Group Corp., glaubt, dass die Aufhebung von Beschränkungen inländischen Unternehmen die Gelegenheit bietet, mit ausländischen Investoren zusammenzuarbeiten.
„In Anbetracht der Vertrautheit der chinesischen Reiseunternehmen mit den lokalen Gegebenheiten, werden es ausländische Investoren wahrscheinlich vorziehen, Joint Ventures mit chinesischen Unternehmen zu gründen“, sagt Chen.
Er glaubt, dass die Öffnung des Marktes für Auslandskapital langfristig zur Entwicklung der Branche und zur Beschleunigung der Arbeitsteilung innerhalb der Industrie beitragen wird. Dennoch sorgen sich einige um die neue Konkurrenz.
„Wenn ausländische Investoren bedeutende Reiseunternehmen erwerben, wird dies große Auswirkungen auf den Rest der inländischen Unternehmen haben“, sagt Zhang Lei, Sprecher von Spring International Travel Service. Spring International Travel Service versuchte in den 1990ern mit „Rosenbluth“ zusammenzuarbeiten, um Filialen in China zu eröffnen, aber wegen „divergierender Unternehmenskonzepte“ konnten damals keine tragfähigen Ergebnisse erzielt werden, meint Zhang. |
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