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06-11-2007 Beijing Rundschau
Die neuen Leiden des Mittelstands in China
von Xu Bei
Nach Ansicht von Zhou Xiaohong ist die Aufstieg des Mittelstands seit den achtziger Jahren eine Folge der Marktwirtschaft. Alle Mittelständler haben von der Reform- und Öffnungspolitik enorm profitiert. Aber vor dem Hindergrund der gesellschaftlichen Veränderungen steht der Mittelstand in China auch unter großem Druck: Hypothekendarlehen müssen zurückgezahlt werden, diverse monatliche Raten, zum Beispiel für Versicherungen, sind regelmäßig fällig, sowie weitere existenzsichernde Maßnahmen bereiten den Mittelständlern erhebliche Sorgen. Nach einer vom Internetanbieter sohu.com in Auftrag gegebenen Untersuchung besitzen 97,1 Prozent des Beijinger Mittelstands zwar eine eigene Wohnung, aber nur etwa 21 Prozent haben den Kaufpreis sofort entrichtet. Manche Mittelständler fürchten, dass das Jahr 2008 zum Wendepunkt der chine-sischen Wirtschaftsentwicklung sein konnte. Nach der Olympiade komme es zu einer Abkühlung der Wirtschaft. Deshalb finden sie, dass sich ihm noch gute Chan-cen eröffnen. „Auf dem Aktienmarkt kämpft Chinas Mittelstand zurzeit unter vollem Einsatz, um genug Geld für die Zukunft zu erwirtschaften. Das hat viel mit dem eige-nen Status und mit der aktuellen Befind-lichkeit des Mittelstands zu tun“, sagt Zhang. „Der Mittelstand sehnt sich nach größerem Wohlstand. Hochgesteckte Erwartungen auf eine Verbesserung der persönlichen Lebenssituation geben dabei die Zielrichtung vor: Man möchte einfach noch besser leben. Viele Mittelständler halten es nur für fair und angemessen, ihr Einkommen auf dem Aktienmarkt aufzu-bessern, um so ihr gesellschaftliches Ansehen zu steigern.“ Allerdings betrachtet Zhang Wanli diese Entwicklung mit Sorge: „Der Aktienmarkt ist hochspekulativ. Obwohl einige durch Intelligenz, Erfahrung oder auch Glück reich werden können, kann man aber keinesfalls damit rechnen, mit Aktienspekulation von heute auf morgen superreich zu werden. Allgemein gesehen ist der Mittelstand eine Gruppe, die am Aktienmarkt Geld verlieren wird“, so Zhang weiter. Zhang hielt es ehr für kaum möglich mehr, dass Mittleständler seine wirtschaftliche Situation in kürzersten Zeit enorm verbessern können, wie es in den vergangenen 10 Jahren oft der Fall war. „Aus diesem Grund ist es für Chinas Mittelständler wichtiger denn je, ihren erzielten Wohlstand durch ein gerechtes Wettbewerbssystem zu schützen sowie soziale Absicherung durch ein angemessenes Versicherungssystem zu gewährleisten“, sagt Zhang Wanli.
* Was kann man heute mit 100 Yuan in Beijing machen? In Beijing kann man mit 100 Yuan im Schnellrestaurant wie McDonalts in der Nähe des Hauptgeschäftszentrums der Stadt drei Tage zum Mittag essen oder im Supermarkt 4 Kilogramm importierte Qualitätspfirsch kaufen; In Beijing kann man mit 100 Yuan in dem sogenannten Einkaufsparadies Seidenstrasse einen guten Mantel oder in Kaufhäuser wie die in Wangfujing-Strasse in Beijing ein T-Shirt erwerben. In Beijing kann man mit 100 Yuan eine fleißige Zeitarbeiterin in Dienst von 8 Stunden Hausarbeit nehmen oder die Miete einer Wohnung mit 2 Zimmern im Stadtgebiet innerhalb der 4. Ringstrasse für einen Tag bezahlen. In Beijing kann man mit 100 Yuan vor Luxus-Bürogebäude im Zentrum der Stadt das Auto für einen ganzen Tag parken oder bei dem typischen Go-und-Stop Verkehr in Beijing etwa 25 Kilometer fahren.
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