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28-01-2008 Beijing Rundschau
Was ist ein Traumhotel?
von Xu Bei
Der Schweizer Roland Jegge ist seit zehn Jahren Vizepräsident Asien-Pazifik der WORLD HOTELS AG. Das Unternehmen gilt als eine der weltweit führenden Hotelgruppen für unabhängige Hotels und regionale Hotelketten. WORLD HOTELS vereint derzeit 500 Hotels in mehr als 70 Ländern in den drei Kategorien – Deluxe, First Class und Comfort. Am Rande des internationalen Hotellerie-Forums „Service Excellence for a Brighter Future 2008" am 10. Januar in Beijing führte eine Reporterin der Beijing Rundschau ein Gespräch mit Roland Jegge.
Beijing Rundschau: Guten Tag, Herr Jegge! Herzlich willkommen in Beijing! Können Sie Ihre Firma und Ihre Tätigkeit kurz vorstellen? Roland Jegge: WORLD HOTELS AG wurde im Jahr 1970 in Europa gegründet. Es ist ein Zusammenschluss selbständiger Hotels. Derzeit sind es fast 500 Hotels auf der ganzen Welt, 34 davon in China. Mein Arbeitsbereich reicht von der Pressearbeit bis zu Fragen des Sales-Managements und der Businessentwicklung: ich unterschreibe Verträge mit neuen Mitgliederhotels und helfen ihnen dabei, ihren Umsatz zu steigern und höhere Gewinne zu realisieren.
Beijing Rundschau: In Ihrer Rede auf dem Forum haben Sie die Bedeutung einer guten Ausbildung des Hotelmanagements betont. Wie wir alle wissen, gibt es in China noch keine Fachhochschule im Bereich Touristik. Gibt es ein internes Ausbildungsprogramm für die Häuser, die unter dem Schirm der WORLD HOTELS vereint sind? Roland Jegge: Unsere Firma operiert wie eine Hotelkette und hat ein internes Trainingsprogramm, die WORLD HOTELS ACADEMY. Die ist vergleichbar mit den Trainingsprogrammen des Jinjiang-Hotels in Shanghai und des Raffles in Beijing. Aber was ich in meiner Ansprache meinte, war eher die Einrichtung einer richtigen Hotelfachschule für junge Leute die vielleicht 16, 17 oder 20 Jahre alt sind. Eine Schule, die höher positioniert ist als die bereits vorhandenen Hotelfachschulen, und mehr auf mangement skills und theoretischen Unterricht zielt, aber weniger theoretisch sein soll als das klassische Touristikstudium an den Universitäten. Denn dort lehrt man nicht den Service, das Kochen und wie man eine Rezeption führt. Eine hochkarätige Schule im Mittelfeld zwischen Hotelfach und akademischer Ausbildung, eine Mischung aus Praxis und Theorie wäre also wünschenswert. In diesem Bereich ein Joint Venture zu organisieren könnte reizvoll sein. Es ließen sich Kooperationen denken mit einer Schweizer Hotelfachschule, einer deutschen oder amerikanischen. Aber wir können uns darin nicht engagieren, wir zielen auf etwas anderes, sozusagen die Alltagsarbeit am Kunden. Beijing Rundschau: Wie sieht die Sprachschulung in Ihrer Firma aus? Roland Jegge: Alle unsere Hotels haben Englischkurse für das Personal, denn alle unsere Hotels haben viele internationale Gäste. Alle Mitarbeiter bei World Hotels sind mehrsprachig. Unsere Firmensprache ist Englisch, die ganze interne Korrespondenz wird in dieser Sprache geführt. Englische Sprachkompetenz ist daher eine sehr wichtige Eigenschaft in unserem Unternehmen.
Beijing Rundschau: Glauben Sie, dass die Beijinger Hotellerie für den Ansturm der Olympiagäste gerüstet ist? Roland Jegge: Beijing hat so viel unternommen, um die Hotels zu renovieren und zahlreiche neue Hotels zu eröffnen. Beijing nimmt die Olympischen Spiele sehr ernst. Ich habe gar keine Sorge, das die Spiele gut laufen werden, das wird sicherlich ein riesiger Erfolg! Alle unsere Hotels in Beijing haben viele Millionen in Renovationsarbeiten investiert. Im November hatten wir ein Meeting mit allen unseren chinesischen Hotels. Die Geschäftsführer aus 30 Häusern sind da zusammengekommen. Wir haben das olympische Jahr diskutiert, wie wir die Hotels besser unterstützen können, denn es wird ein eher schwieriges Jahr mit einem Höhepunkt zu den Olympischen Spielen, aber mit weniger Gästen vor und weniger Gästen nach den Spielen. Wir haben wirkungsvolle Strategien aufgesetzt. |
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