04-08-2008 Quelle: Nanfang Weekend
Märchen vom Nussknacker
von Shu Mei

Pans Frau ist die Chefdesignerin der Firma. Die neuen Produkte stammen meistens aus ihrer Hand. „Es ist eine schwierige und mühsame Arbeit, die Nussknacker zu entwerfen", sagt die Frau des Geschäftsinhabers. „Man muss immer wissen, was in Amerika gerade ´in´ ist." Sie schaut sich immer die neuesten Filme aus Hollywood an, nicht um sich zu unterhalten, sondern um Anregungen für ihr Nussknackerdesign zu finden. Unter ihren Modellen gibt es nicht nur die klassischen Nussknacker, sondern auch populäre Reihen, die einem besonderen Thema gewidmet sind. Als zum Beispiel im Jahr 2006 der Film „Pirates of the Caribbean" herauskam, gab es einen guten Umsatz für die gleichnamige Nussknacker-Kollektion aus dem Hause Xin Yue.

In den Werkhallen der Firma stellen die Arbeiter gerade Nussknacker in Gestalt der Figuren des Films „The Chronicles of Narnia" her. „Prince Caspian 2008" als bissfreudiger Nussknacker.

Allerdings beeinflusst die Rezession im Westen durchaus Pans Geschäfte. „Im letzten Jahr war unser größtes Modell 2 Meter hoch. Dieses Jahr stellen wir nur Nussknacker bis zur Höhe von 1, 280 Meter her. Je größer der Nussknacker, desto höher der Preis. Die Nachfrage nach den teureren Modellen ist nicht so hoch wie früher", sagt sie.

Als sie das heikle Thema „Renminbi-Aufwertung" anspricht, zeigt sich Pan über eine Entscheidung zufrieden, die er vor einigen Jahren getroffen hat. „Seit der Wechselkursdebatte im Jahr 2005 habe ich mich entschlossen, mit meinem Handelsagenten auf RMB-Basis abzurechnen. Damals schien das nicht sehr günstig für mich zu sein. Aus heutiger Sicht war das allerdings die richtige Entscheidung." Pan liest jeden Tag die Wirtschaftsnachrichten und schaut sich einschlägige TV-Sendungen an, um das Auf und Ab des Marktes zu verfolgen.

Im Februar wurden vom Amt für Qualitätskontrolle in Taizhou in allen Spielzeugenfabriken Überprüfung des verarbeiteten Lacks durchgeführt. Viele Unternehmen wurden wegen Qualitätsmängeln gerügt, manche Fabrik sogar geschlossen. „Xin Yue" hingegen blieb unbeanstandet, weil Pan seit langem schon gemäß den hohen Qualitätsanforderungen seiner amerikanischen Geschäftspartner produziert. Aber nicht nur das: neben der Qualität werden auch noch die gesellschaftliche Verantwortung des Betriebes, der Umweltschutz und die Arbeitsschutzmaßnahmen bewertet.

Der Preis des Nussknackers ist im letzten Jahr gestiegen. „Die meisten amerikanischen Geschäftspartner können die Preissteigerung akzeptieren. Das Problem liegt bei den Handelsagenturen. Die wollen die Preise drücken", so Pan weiter. Allerdings hat Pan keine Angst vor Preisverhandlungen. Obwohl der westliche Markt derzeit rezessiv ist, bezahlen Leute immer noch gerne etwas mehr, wenn die Qualität stimmt", sagt der Unternehmer voller Selbstvertrauen.

In der Tat hat Pan weitere Ambitionen: Er möchte eines Tages direkt mit seinen amerikanischen Geschäftspartnern in Kontakt treten. Leider ist zur Zeit noch die Sprache ein großes Hindernis. Aber er wartet geduldig auf diesen Tag.

 

     1  2  


Kurze Nachrichten


Wirtschaft
Top-Services
Hotel
Routenplaner
Wechselkurs
Rent a car
City Apartments Vermietung
Reise durch China
Schreiben Sie an uns
Aboservice
Wetter
Über Beijing Review | Über Beijing Rundschau | Rss Feeds | Kontakt | Aboservice | Zu Favoriten hizuf ügen
Adresse: BEIJING RUNDSCHAU Baiwanzhuanglu 24,
100037 Beijing, Volksrepublik China