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07-11-2008 Quelle: Xinhua und Beijing Rundschau
Ma Jiantang sieht Chinas Wirtschaft optimistisch
von Liu Zheng
![]() Vor dem Hintergrund der globalen Finanzkrise und einer Verlangsamung des Wirtschaftswachstums zieht die Entwicklung der chinesischen Wirtschaft die Aufmerksamkeit der Welt auf sich. Ma Jiantang, der Direktor des Staatlichem Statistikamtes teilte am 2. November in einem Interview mit, dass die Wirtschaft des Landes sich sehr positiv entwickle. Trotz der schwierigen Rahmenbedingungen der Weltwirtschaft werde sich die chinesische Volkswirtschaft auch in diesem Jahr schnell und stabil entwickeln. „Wir sollten Zuversicht in Chinas Wirtschaft haben," so Ma Jiantang. Gute Aussichten Ma führt die Verlangsamung des chinesischen Wirtschaftswachstums auf die globale Finanzkrise, die Rezession der Weltwirtschaft und die schweren Naturkatastrophen wie Schneesturm und Erbeben zurück, von denen China in diesem Jahr getroffen wurde. Eine wichtige Rolle spiele auch die zyklische Abwärtsbewegung der chinesischen Wirtschaft. Gemessen an den international anerkannten Kriterien wie Wachstumsrate, Preisniveau, Außenhandelsbilanz und Arbeitsmarktlage, bewege sich Chinas Wirtschaft ganz gut. Die Wirtschaft in Europa und Amerika gerät in eine Rezessionsphase. Das Wirtschaftswachstum der Schwellenländer wie Russland und Brasilien betrage in den ersten drei Quartalen sechs bis sieben Prozent, während die chinesische Wirtschaft ein Wachstum von 9,9 Prozent in den ersten drei Quartalen aufweisen könne, so Ma. Am wichtigsten sei, dass China in nur sechs Monaten die Steigerung des Konsumpreisindex (CPI) von 8 Prozent auf 5 Prozent gesenkt habe. Hinsichtlich einer Kontrolle der Inflation habe man also beträchtliche Erfolge erzielt. Trotz sinkenden Exportwachstums sei die Ausfuhr in den ersten drei Quartalen noch um 22,3 Prozent gestiegen. Ende September betragen Chinas Devisenreserven 1,9 Billiarden US- Dollar. Das heißt, dass China über große Liquidität verfügt. Nachforschungen in den Industriegebieten Südostchinas hätten ergeben, dass nur wenige Unternehmen ihre Produktion völlig oder teilweise eingestellt haben. In den Medien ist hingegen immer wieder behauptet worden, dass es zu flächendeckenden Einbrüchen gekommen sei. In den ersten drei Quartalen haben 9,36 Millionen Menschen eine Stelle gefunden. Das Jahresziel sei also schon nach neun Monaten erreicht worden. Die Lage auf dem Arbeitsmarkt sei im Großem und Ganzen gut. Flexible Makrokontrolle China stehe in diesem Jahr vor zahlreichen Problemen und Herausforderungen. Man habe sich viel Mühe gegeben, um die wirtschaftliche Leistung zu erbringen und die gesellschaftliche Entwicklung zu fördern. Angesichts der Weltwirtschaftslage habe China die Makrokontrolle flexibler gestaltet. Nach dem zweiten Quartal gab es Absatzeinbußen bei der Exportindustrie. Einige Unternehmen haben mit Schwierigkeiten zu kämpfen. Die Vorgaben der Makrokontrolle wurden von „Vorbeugung von Überhitzung und Inflation" auf „Wachstumskurs halten, Warenpreise kontrollieren" geändert. Im dritten Quartal verschärfte sich die globale Finanzkrise, auch die Realwirtschaft wurde schwer in Mitleidenschaft gezogen. Ganz China, von den Küstengebieten bis tief ins Binnenland hinein, von mittelständigen Unternehmen bis zu Großbetrieben, ist davon betroffen. Die Regierung hat folgende Maßnahmen ergriffen: die Bauern in größerem Umfang zu unterstützen, die Garantiepreise beim Getreideankauf zu erhöhen; die Handelpolitik zu regulieren, die Zollrückvergütung bei einer Reihe arbeitsintensiver Produkte und Waren mit hohem Technikeinsatz angemessen zu erhöhen. In Bezug auf die Währungspolitik hat die Zentralbank die Zinssätze dreimal und die Eigenkapitalrate der Banken zweimal gesenkt. Es werde eine dynamische Finanzpolitik betrieben. Maßnahmen für eine gesunde Entwicklung der Immobilienindustrie werden ergriffen. Zudem seien viele Infrastrukturprogramme zugunsten der langfristigen Entwicklung gebilligt worden. |
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