07-11-2008 Quelle: Xinhua und Beijing Rundschau
Ma Jiantang sieht Chinas Wirtschaft optimistisch
von Liu Zheng

2007 standen je zehntausend Chinesen nur 0,6 Kilometer Eisenbahnstrecke zur Verfügung

Weiter wies Ma darauf hin, dass China in den vergangen dreißig Jahren der Reform- und Öffnungspolitik besonders in den letzten Jahren zahlreiche Erfahrungen gesammelt habe, so dass China jetzt über einen guten Einblick in die Mechanismen der Makroökonomik verfüge und sinnvolle Steuerungsmaßnahmen ergreifen könne.

„Manche Maßnahmen hinsichtlich der Makrokontrolle sind schon in Kraft getreten, andere noch nicht. Manche Maßnahmen haben schon Erfolge gezeitigt, manche werden noch Erfolg erzielen. Dies wird eine stabile und schnelle Entwicklung chinesischer Wirtschaft sicherstellen," sagt Ma.

Solide Grundlage - großes Marktpotenzial

„Unsere Zuversicht in Sachen Wirtschaftsentwicklung fußt auf der soliden materiellen Grundlage und dem großem Marktpotenzial, der Vitalität der Unternehmen und dem Niveau der Makrokontrolle seitens der Regierung," erklärt Ma.

Nach der Reform und Öffnung wurden Infrastruktur und grundlegende Industriezweige rasch aufgebaut, so dass sich die wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung gut entfalten konnte. China verfügt heute über eine vielseitige Industrie. Die Produktion von Stahl, Zement und Energie belegt weltweit die Plätze Nummer eins oder zwei. Ein dichtes Straßennetz erschließt mittlerweile alle Teile des Landes.

Chinas Binnennachfrage verfügt über hohes Potenzial. Die Hälfte der 1,3 Milliarden Chinesen leben auf dem Land. Die Bewohner ländlicher Gebiete haben einen großen Bedarf nach Lebensmitteln, Kleidung, Wohnung und Transportmitteln. Im Jahr 2007 verfügten von Tausend Chinesen lediglich 33 über ein Kraftfahrzeug, während im Jahr 2005 in den USA 841 von 1000 Personen ein Auto besitzen, und in Japan im Jahr 2004 immerhin 586. Der Automobilmarkt hat demnach in China noch ein großes Potenzial, die Automobilindustrie kann ihrerseits der Stahl-, Chemie und Elektronikindustrie starken Auftrieb verleihen.

Trotz der Finanzkrise haben die Investitionsimpulse der Menschen sich nicht geändert. Zwar hat der Eisenbahnbau in China große Fortschritte gemacht, aber im Jahr 2007 standen je zehntausend Chinesen nur 0,6 Kilometer Eisenbahnstrecke zur Verfügung. In Amerika hingegen fünf Kilometer, in Japan sind es zwei Kilometer je zehntausend Menschen. Die Investitionen für den Eisenbahnbau bieten noch große Entwicklungsaussichten.

Ma Jiantang hat bei seiner Erkundungsreise in den Küstengebieten Südostchinas die gewachsene Innovations- und Konvergenzfähigkeit der Unternehmen wahrgenommen. In der Krise haben viele Unternehmen aktiv reagiert und die neuen Herausforderungen als Chance zu nutzen gewusst. Manche Unternehmen haben die Gelegenheit ergriffen, um leistungsfähige Talente aus dem Ausland anzuziehen, manche erweiterten ihren Absatzmarkt im Ausland, manche erwarben im Ausland Forschungs- und Entwicklungszentren. Die Vitalität und Energie der Unternehmen geben Ma Jiantang noch mehr Zuversicht für die Entwicklungsperspektiven der chinesischen Wirtschaft.

"Wir sollen einerseits in vernünftiger Weise die Herausforderung der Finanzkrise bewältigen, damit die chinesische Wirtschaft sich stabil und schnell entwickeln kann. Andererseits sollten wir angesichts des großen Drucks der Märkte die Strukturveränderungen der Industrie hin zu einem neuen Entwicklungsmodelle fördern", so Ma.

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