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20-12-2007 Quelle: Radio China International
WABAG widmet Olympia 2008 mit Umweltschutz-Projekten
![]() "Diese Anlage ist eine sehr große Anlage. Es ist genau genommen die zweitgrößte Anlage in Beijing. Insgesamt drei Teil-Anlagen wurden gebaut. Es gibt eine mechanische Voreinigung, die von einer amerikanischen Firma konstruiert und ausgeführt wird. Dann gibt es eine so genannte Wasser-Linie, an der eine deutsche Firma beteiligt ist. Dann gibt es noch die Schlamm-Linie, die jetzt fertig zu stellen ist, die machen wir. Die Anlagen selbst baut eine chinesische Firma. Auch für die Pläne ist eine chinesische Firma zuständig. Die Wasser-Linie ist bereits seit Ende 2005 in Betrieb. Die Schlamm-Linie wollen wir noch vor Ende dieses Jahres in Betrieb nehmen, schließlich finden im kommenden Jahr die Olympischen Spiele statt." Fast alle großen Projekte, die WABAG in China übernommen hat, wurden in Zusammenarbeit mit chinesischen und ausländischen Partnern abgewickelt. Die Projekte werden meist an derartige Konsortien vergeben. Herbert Hofstätter erklärt vor der Presse warum: "Wir haben Ende der 1980er Jahre angefangen, in China Projekte anzuwickeln. Die Verhältnisse haben sich inzwischen sehr verändert. China hat sich zu einem internationalen Markt entwickelt, in dem die lokale Konkurrenz immer stärker wird. Die Chinesen sind in diesem Bereich sehr aktiv. Das heißt, man muss sich anpassen und versuchen, sich optimal zu positionieren. Und man muss mit lokalen Partnern zusammenarbeiten, mit lokalen Unternehmen Kooperationen eingehen." Das jüngste Beispiel für diese Unternehmenspolitik ist das Projekt für die Wasserrückgewinnungsanlage in Beixiaohe, im nördlichen Stadtteil von Beijing. Die Beijing Drainage Group und die WABAG wurden im Sommer des vergangenen Jahres mit der Realisierung der Abwasserrückgewinnungsanlage beauftragt. Bei diesem Projekt geht es um den Ausbau einer bereits seit 1990 bestehenden kommunalen Abwasserreinigungsanlage mit einer Kapazität von 40 000 Kubikmetern pro Tag. Nach dem Abschluss des Projekts soll sich die Kapazität der Anlage auf 100 000 Kubikmetern pro Tag erhöhen. Die hohe Reinigungsleistung, die die Voraussetzung für die Wiederaufbereitung von Abwasser ist, wird durch den Einsatz von Membranbioreaktoren gewährleistet. Das gereinigte Abwasser wird zur Bewässerung der Parkanlagen und zur Speisung von Teichen im Olympischen Park der Stadt Beijing verwendet. In dieser Anlage werden Ultrafiltrationsmembranen von Memcor, einem Unternehmen der Siemens Water Technology Gruppe, verwendet. Laut Herbert Hofstätter beschränkt sich die Zusammenarbeit der WABAG mit ihren chinesischen Partnern inzwischen aber nicht nur auf China: "Es ist interessant zu sehen, dass sich die Chinesen seit einigen Jahren nicht mehr nur auf ihren Markt konzentrieren. Sie drängen auch sehr stark hinaus. Es gibt viele, sehr große chinesische Unternehmen, die in Afrika, in Südostasien und so weiter aktiv sind. Auch für uns ist die Entwicklung interessant. Denn die chinesischen Unternehmen brauchen Partner für die Wasserreinigung. Eine chinesische Firma, die in Indonesien ein Kraftwerk baut, braucht beispielsweise ein Unternehmen, das die Wasseraufbereitung realisieren kann. Das ist auch für uns eine Chance."
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