24-07-2008 Quelle: Radio China International
Große Geschäftschancen für Deutsche Logistikanbieter
 

Der chinesische Außenhandel hat sich seit mehreren Jahren dynamisch entwickelt. Allein im Jahr 2006 betrug das Handelsvolumen von Nordrhein-Westfalen in China 19 Milliarden Euro. Mit keinem anderen Staat in Asien betreibt das Bundesland so intensive Geschäfte wie mit China. Angaben der NRW.INVEST GmbH zufolge verkaufen nordrhein-westfälische Unternehmen vor allem Maschinen, Eisen- und Stahlprodukte sowie chemische Erzeugnisse nach China. Im Gegenzug importierte Nordrhein-Westfalen aus China vorwiegend Elektronik, Computer und Textilien. Für die Lieferung all dieser Waren sind leistungsfähige Häfen und Flughäfen selbstverständlich unentbehrlich. Dabei spielt der Flughafen Köln-Bonn eine dominante Rolle, wie Franz Heuckeroth van Hessen, der Direktor der Frachtabteilung des Flughafens, betont:

"Deutschland ist der größte Handelspartner Chinas und zugleich ein Motor zur Entwicklung des Handels zwischen der Europäischen Union und China. Diese Rolle übernimmt vor allem das Bundesland Nordrhein-Westfalen mit seiner geografischen Nähe zu Belgien und Holland. Ganz vorne dabei ist auch der Flughafen Köln-Bonn. Alle wichtigen europäischen Städte und Ballungszentren wie Hongkong, Shanghai sowie sechs Ziele in den USA sind durch den Frachtflugverkehr nonstop erreichbar. Für die Waren nach und aus China ist besonders sinnvoll, dass bereits jetzt die für Großraumflugzeuge notwendige doppelstöckige Be- und Entladung im Frachtbereich eingerichtet ist. Das leistungsfähige Handling- und Buchungssystem liefert im komplexen Frachtabfertigungsprozess jederzeit umfassende und zeitnahe Informationen zu den transportierten Waren."

An der Werbeveranstaltung in Shanghai nahm eine Vielzahl der deutschen Unternehmen teil, die sich auf anspruchsvolle logistische Aufgaben spezialisiert haben. Die WM-Logistik GmbH und Co. KG ist ein Tochterunternehmen der WM Group GmbH mit 30 Beteiligungsgesellschaften und 1800 Mitarbeitern. Ihr China-Repräsentant, Christoph Pantel, erklärt uns die Strategie seines Unternehmens:

"Unsere Absicht ist es, mit unserem europäischen Logistik-Knowhow chinesische Hersteller und deutsche Hersteller in China, die ihre Produkte nach Europa exportieren wollen, zu unterstützen und zusammen Konzepte zu erarbeiten, wie besser, effizienter und gewinnbringender gearbeitet werden kann. Wir planen die Eröffnung eines Büros in Shenzhen, um genau diese Dienstleistung auf dem europäischen Markt anzubieten."

Auch in der Logistikbranche verläuft die chinesisch-deutsche Zusammenarbeit nicht in der Einbahnstraße. Laut Yan Yabing, der Repräsentantin der NRW. INVWST GmbH, ist eine verstärkte Ansiedlung chinesischer Logistikanbieter in Nordrhein-Westfalen wünschenswert:

"Der Bereich Transport und Logistik zählt derzeit neben der Automobilindustrie, der Informationstechnologie, der Energiewirtschaft und dem Maschinenbau zu den wichtigsten Branchen, in denen wir chinesische Investoren nach Nordrhein-Westfalen holen möchten."

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