30-07-2008 Quelle: Radio China International
China legt großen Wert auf chinesisch-deutsche Beziehungen
  

Der Pressesprecher des chinesischen Außenministeriums, Liu Jianchao, sagte am 29. Juli in Beijing, China habe immer großen Wert auf die chinesisch-deutschen Beziehungen gelegt.

Zur Äußerung des Bundesaußenministers Frank-Walter Steinmeier vor kurzem über die deutsch-chinesischen Beziehungen sagte Liu Jianchao weiter, China werde die Prinzipien des gegenseitigen Respekts, der Gleichberechtigung und Kooperation einhalten sowie allfällige Differenzen zugunsten vorhandener Gemeinsamkeiten zurückstellen, um die gesunde Entwicklung der chinesisch-deutschen Beziehungen aufrechtzuerhalten.

Die Entwicklung Chinas werde die Welt verändern. "Gewachsen ist aber nicht nur die Wirtschaft, das Selbstbewusstsein und, ja, auch die Freiheit. Gewachsen sind auch die Probleme: Landflucht, überstürzte Urbanisierung, Umweltverschmutzung, immer knappere Energie, wirtschaftliche Überhitzung, demographische Probleme", erklärte Steinmeier in seinem Beitrag. Deutschland habe allen Grund zu hoffen, dass die Olympischen Spiele eine weitere Öffnung Chinas bewirken würden. In den kommenden Wochen werde er mit den deutschen Athleten mitfiebern, so der deutsche Bundesaußenminister in einem Artikel in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

Der ehemalige deutsche Bundeskanzler Gerhard Schröder würdigte neulich in einem Artikel der Wochenzeitung "Zeit" die Entwicklung Chinas und kündigte seine Teilnahme an der Eröffnungszeremonie der Olympischen Spiele in Beijing an.

Schröder betrachtet die Entwicklung Chinas in den vergangenen 30 Jahren als sehr positiv. China betreibe eine friedliche Außenpolitik und bemühe sich um Abrüstung und Friedensmissionen. Er begrüßte auch die Haltung Chinas, dem Wohl der Bevölkerung Priorität einzuräumen. China führe seinen Modernisierungsaufbau durch, während es gleichzeitig die Stabilität seines Vielvölkerstaates aufrechterhalte. Diese Leistung, so der ehemalige deutsche Kanzler, sei eine der größten Errungenschaften in der Geschichte der Menschheit des 20. Jahrhunderts.

Deutschland solle den Modernisierungsprozess Chinas weiterhin unterstützen und den Dialog mit China verstärken, allerdings müsse es dabei auf seine belehrende Haltung der Vergangenheit verzichten, so Schröder.

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