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11-10-2007 Beijing Rundschau
Ein denkwürdiges Jahrzehnt
Ding Zhitao
Die Zentralregierung dehnte die Renminbi-Geschäfte auf Hong Konger Banken aus und ermunterte Unternehmen vom Festland zum Gang an die Hong Konger Börse. Im Jahr 2006 gab es einige der bedeutendsten Börsengänge in der Geschichte der Börse, einschließlich des größten: das 21,9 Mrd. US$ Angebot der Chinesischen Industrie- und Handelsbank (Industrial and Commercial Bank of China).
Darüber hinaus hat Hong Kong seinen Status als hervorragendes Finanz-, Handels- und Schifffahrtszentrum ausgebaut. Während der letzten dreizehn Jahre wurde die Volkswirtschaft Hong Kongs (sie ist die elftgrößte weltweit) von der amerikanischen Heritage Foundation alljährlich als die freizügigste der Welt bezeichnet. Hongkong hat New York vom zweiten Platz hinsichtlich Börseneinführungen verdrängt. Lediglich die Londoner Börse konnte mehr Neuzugänge verzeichnen. Seit dreizehn aufeinander folgenden Jahren ist das Schiffstransportvolumen das größte in der Welt. Das Pro-Kopf-Bruttosozialprodukt erreichte 2006 den historischen Höchststand von 27 100 US$. Die Arbeitslosenquote ist auf 4,3 % gesunken, den tiefsten Stand seit fünf Jahren. Der Hang Seng Index der Hong Konger Börse kletterte von 15 200 Punkte im Jahre 1997 auf heute 21 000 Punkte.
Hong Kong richtet zudem die Reitwettbewerbe im Rahmen der Olympischen Spiele 2008 aus. Dies ist das erste Mal, dass die Stadt Gastgeber eines olympischen Wettbewerbs ist. Zusammen mit der Ernennung von Margaret Chan zur Generalsekretärin der Weltgesundheitsorganisation hat dies Hong Kongs Image enorm aufgewertet.
„In den letzten zehn Jahren gab es Höhen und Tiefen, insgesamt aber war es ein erfolgreiches Jahrzehnt. Es gibt einige Dinge, auf die wir stolz sein können“, sagt Donald Tsang, Regierungschef der Sonderverwaltungs-zone Hong Kong, zur Beijing Rundschau. „Hong Kong ist gefestigter und reifer als vor 1997. Es sieht deutlicher den Weg, der vor ihm liegt.“ Wong, der „Fischhändler“, bestätigt die Worte des Regierungschefs: „Ich genieße mein Leben mehr als vor dem Jahr 1997.“ Er verbringt heute viel Zeit mit Nachbarschaftshilfe, indem er etwa Vorschläge zur Verbesserung der Verkehrseinrichtungen in seinem Wohnviertel einreicht. Wong ist davon überzeugt, dass Hong Kong so zu einer Zivilgesellschaft mit höherer Lebensqualität gemacht werden kann.
Es gibt sogar Leute, die noch optimistischer sind: Jack Maisano, Vorsitzender der amerikanischen Handelskammer (AmCham) in Hong Kong ist der Meinung, dass 98 Prozent der AmCham-Mitglieder mit dem Geschäftsklima der Stadt im Allgemeinen zufrieden sind.
„Seit achtzehn Jahren führen wir alljährlich eine Untersuchung zur Zufriedenheit unserer Mitglieder mit dem Standort Hong Kong durch. In den letzten fünf Jahren konnten wir die optimistischsten Einschätzungen der Hong Konger Geschäfts- und Wirtschaftslage verzeichnen“, sagt Maisano.
Der AmCham-Vorsitzende nennt als Hauptgründe für diesen Optimismus die verbesserte Lage der Weltwirtschaft, die anhaltende wirtschaftliche Entwicklung Chinas, die Integration Hong Kongs in die chinesische Volkswirtschaft, die Nähe zum chinesischen Festland und nicht zuletzt „die Unterstützung und Hilfe, die das chinesische Festland Hong Kong gewährt hat.“
„Die Tatsache, das Hong Kong ein Teil Chinas ist, ist ein großer Vorteil für die Stadt“, sagt Maisano. Die wirtschaftliche Entwicklung auf dem chinesischen Festland habe auch Hong Kong begünstigt. Die Anziehungskraft der Stadt für internationale Investoren sei beispiellos, so der Vorsitzende der AmCham.
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