|
12-10-2007 Beijing Rundschau
Die Geburt einer regierungsunmittelbaren Stadt
Tan Wei
Westchinas einzige regierungsunmittelbare Stadt Chongqing hat sich rasant entwickelt. Die vergangenen zehn Jahre seit Gründung der regierungsunmittelbaren Stadt sind zum goldenen Zeitalter für Chongqing geworden.
Seit Chongqing im Jahr 1997 die vierte regierungsunmittelbare Stadt Chinas geworden ist, hat die 3000-jährige Stadt, die am Zusammenfluss von Jangtse und Jialing inmitten der romantischen Drei-Schluchten Landschaft liegt, ein nachhaltiges Wirtschaftswachstum erlebt. In den vergangenen zehn Jahren wuchs die Wirtschaft der Stadt jedes Jahr um 10 Prozent. Im gleichen Zeitraum haben sich die Finanzeinnahmen der Stadt verzehnfacht. Von dieser erstaunlichen Entwicklung haben die Bürger der Stadt enorm profitiert: deren Einkommen liegen heute im Durchschnitt um 100 Prozent höher als vor einem Jahrzehnt.
Im Jahr 1997 hat der Nationale Volkskongresses der Gründung der regierungsunmittelbaren Stadt Chongqing zugestimmt. Zuvor gehörte die Stadt zur Provinz Sichuan. Die Gründung der regierungsunmittelbaren Stadt Chongqing sei der Auftakt zur Entwicklung Westchinas gewesen, sagt Xu Jialu, Vizevorsitzender des Ständigen Ausschusses des Nationalen Volkskongresses. Der Aufstieg Chongqings, der begleitet wurde vom Bau des Drei-Schluchten-Staudamms, war und ist der Schlüssel zur wirtschaftlichen Entwicklung von Westchina. Die Regierung erhoffte sich eine Linderung der Probleme, die von der hohen Bevölkerungszahl in Sichuan herrührten. 1997 lebten 86 Millionen Menschen in der Provinz, womit Sichuan an dritter Stelle hinter den Provinzen Henan und Shandong rangierte.
Überall Wolkenkratzer Nicht nur die Wirtschaft ist in den letzten zehn Jahren gewachsen, auch die Stadt selbst ist in die Höhe geschossen: Zahlreiche Wolkenkratzer überragen nun bei weitem das Volksbefreiungsdenkmal, das mit seinen 27,8 Metern vor zehn Jahren noch das höchste Bauwerk der Stadt in den Bergen gewesen war. Das Chongqing World Trade Center, das im Jahr 2005 fertig gestellt wurde, hat längst das Denkmal als höchstes Gebäude der Stadt abgelöst. Mit 62 Etagen und einer Gesamthöhe von 260 Metern, ist das gigantische Gebäude das höchste Bauwerk Westchinas geworden und liegt an der 46. Stelle in der Welt. „Chongqing hat sich in den vergangenen zehn Jahren so rasch entwickelt, dass sich selbst die Einheimischen in der Stadt fremd fühlen“, sagt Li Yuanyuan, eine 29-jährige Chongqingerin.Das Stadtgebiet hat sich von ungefähr 300 Quadratkilometern im Jahr 1997 auf über 700 Quadratkilometern im Jahr 2006 ausgedehnt. Wolkenkratzer und moderne Wohnblöcke sind hier wie Pilze aus dem Boden geschossen und reichen von der Yuzhong Halbinsel, die am Zusammenfluss von Jangtse und Jialing liegt, und heute das Hauptgeschäftszentrum der Stadt ist, bis zum Agrargebiet am nördlichen Stadtrand. „Der Stadtplan von Chongqing muss alle drei Monate geändert werden“, sagt Wang Hongju, der Bürgermeister der Stadt. |
| Adresse: BEIJING RUNDSCHAU Baiwanzhuanglu 24, 100037 Beijing, Volksrepublik China |