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12-11-2007 Beijing Rundschau
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Von Tang Yuankai
Mangel an Vorbereitungen China sei weder psychologisch noch materiell darauf vorbereitet, mit dem Problem einer überalterten Gesellschaft konfrontiert zu werden, so einige Experten. Regierungsbeamte und Gelehrte haben die Angelegenheit jedoch diskutiert und arbeiten an Maßnahmen. Es gibt allerdings keine schnelle Lösung.
Einige Experten haben vorgeschlagen, das gegenwärtig geltende Rentenalter - bei Frauen 55, bei Männer 60 - um fünf Jahre nach hinten zu verschieben. Auch wenn dadurch der Druck auf das Rentensystem ein bisschen verringert würde, argumentieren andere, würde es folglich schwieriger für junge Leute, einen Arbeitsplatz zu finden. Es ist auch angeregt worden, die Familienplanungspolitik zu lockern. Gegner äußern jedoch, dass dies nur zu mehr Geburten in den ländlichen Gebieten führen, aber nicht die Situation in den Städten ändern würde. Laut Ren Yuan, außerordentlicher Professor am Demografischen Institut der Fudan-Universität, werden mehr Geburten zwar die Demografie des Alterns beeinflussen, nicht jedoch die absolute Anzahl der Alten reduzieren. Ein weiteres Hindernis ist, dass die finanziellen Mittel in gewisser Weise begrenzt sind, da China nach wie vor ein Entwicklungsland ist. „Als die westlichen Länder sich in überalterte Gesellschaften wandelten, war ihr Pro-Kopf-Einkommen das Dreifache dessen von China“, sagte He Ping, Direktor des Forschungsinstituts für Sozialversicherung des Ministeriums für Arbeit und Sozialabsicherung. Experten warnten, dass die Bewältigung des Überalterungsproblems mindestens 25 Jahre brauche, und dies sei schon eine optimistische Voraussage. Einer Studie über Chinas überalterte Bevölkerung der Chinesischen Nationalen Kommission für Überalterung beim Staatsrat zufolge wird das Problem seinen kritischsten Punkt zwischen 2030 und 2050 erreichen. „Die demografische Veränderung von einer sogenannten Erwachsenengesellschaft zu einer überalterten Gesellschaft hat in China nur 18 Jahre gedauert. Im Vergleich dazu haben entwickelte Länder Jahrzehnte oder sogar Hunderte von Jahren gebraucht“, sagte Li Bengong, geschäftsführender Vizevorsitzender der besagten Kommission. Li äußerte, dass die Anzahl der alten Menschen bis 2020 voraussichtlich 248 Mio. betragen und bis 2051 auf ein Maximum von 437 Mio. steigen werde. „Wir müssen die Gelegenheit ergreifen, dieses ernste Problem anzugehen. Wenn wir es nicht tun, werden wir es später bereuen“, sagte Li. „Es ist die beste Zeit, Reformen in Chinas Alters- und Krankenversicherungssystem durchzuführen“, sagte Zhou Xiaochuan, Präsident der Chinesischen Volksbank, der Zentralbank Chinas. Angestellte in China haben eigene Sozialversicherungskonten. Das Geld, welches gegenwärtig Arbeitende in ihren Konten angespart haben, ist jedoch für Renten, die jetzt benötigt werden, genutzt worden. Folglich besteht im Fonds ein Defizit von 800 Mrd. Yuan, so laut der Statistiken. „Die 800 Mrd. Yuan sind ein großes Problem. Die Menschen müssen sich jedoch keine Sorgen darüber machen, da es die Verantwortung der Regierung ist, hier einen Ausgleich zu schaffen, und unsere Regierung ist fähig, dies zu tun“, sagte Zheng Gongchen, ein Sozialversicherungsexperte der Chinesischen Volksuniversität. Die laufende Reform der Altersversicherung hat die Situation, in der die Guthaben der Angestellten zur Auszahlung der Renten benutzt werden, beendet. Wie das Defizit aufgehoben werden kann und wie die verschiedenen sozialen Gruppen von der Reform profitieren können, bleibt jedoch ungelöst. |
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