13-11-2007 Beijing Rundschau
Verbunden durch einen Fluss
von Lan Xinzhen

Das Perlfluss-Delta in Südchina dient der Förderung des integrierten Wirtschafts-wachstums der Region.

 

Der Perlfluss in Südchina fließt in östlicher Richtung und mündet in das Südchinesische Meer. Sein Einzugsgebiet umfasst die Provinzen Guangdong, Fujian, Jiangxi, Hunan, Guizhou und Yunnan, das Autonome Gebiet Guangxi der Zhuang-Nationalität sowie die beiden Sonderverwaltungszonen Hong Kong und Macao. Im Jahre 2004 haben diese Regionen zusammen mit den Provinzen Sichuan und Hainan unter der Bezeichnung „Regionale Kooperation des Pan-Perlfluss-Deltas“ ein gemeinsames Wirtschafts-entwicklungsprojekt initiiert. Die Region umfasst ein Fünftel des gesamten chinesischen Staatsgebiets, was der Fläche von Frankreich, Deutschland, Großbritannien, Spanien und Polen entspricht. Seine Bewohner stellen ein Drittel der Gesamtbevölkerung Chinas. 2006 betrug das Bruttoinlandsprodukt der neun Provinzen und autonomen Gebiete (ausschließlich Hong Kong und Macao) 6,63 Billionen Yuan (ca. 870 Mrd. US$). Diese Zahl entspricht 31,7 Prozent des BIP von ganz China. Nach drei Jahren stetiger Entwicklung ist die Pan-Perlfluss-Delta-Region ein wichtiger Motor für das chinesische Wirtschaftswachstum geworden.

Am 10. Juni 2007 fand im Internationalen Konferenz- und Ausstellungszentrum in Hunan (Hunan International Convention & Exhibition Center) eine Feierstunde anlässlich der Unterzeichnung des Kooperationsprogramms statt. Die Regierungschefs der 11 Provinzen und autonomen Gebiete reichten sich die Hand, um für die Pan-Perlfluss-Delta-Region eine neue Ära der Entwicklung einzuläuten.

Zhou Qiang, Gouverneur der Provinz Hunan und Gastgeber des Gipfeltreffens der Pan-Perlfluss-Delta-Region, führte aus, dass alle Vertragspartner Machbarkeitsstudien durchgeführt hätten und in den Bereichen Industrietransfer, Marktangleichung und Zusammenarbeit auf dem Gebiet des Arbeits- und Finanzmarktes Übereinkunft erzielt hätten. Im Vertrag heißt es, dass alle Partner des Kooperationsprojektes weiter ihre Märkte öffnen und den Protektionismus überwinden sollen. Lokale Bestimmungen, die eine Integration der Märkte und fairen Wettbewerb behindern, sollen abgeschafft werden. Hindernisse, die bislang dem freien Warenaustausch in der Region im Wege standen, sollen beseitigt werden, damit das Ziel einer regionalen wirtschaftlichen Integration in naher Zukunft verwirklicht wird. Der freie Fluss von Kapital, Industrie, Technologie und Arbeitskräften soll erreicht werden, damit schrittweise ein offener, geordneter und fairer regionaler Markt entstehen kann.

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