27-05-2008 Beijing Rundschau
Kreis Qingchuan
 



Angaben des Staatlichen Amtes für Seismologie zufolge ereignete sich am 25. Mai um 16.21 Uhr im Kreis Qingchuan in der südchinesischen Provinz Sichuan ein Nachbeben der Stärke 6,4 auf der Richter-Skala. Es war das stärkste Nachbeben seit dem 12. Mai, dem Tag des Erdbebens mit einer Stärke von 8,0 auf der Richter-Skala mit Epizentrum in Wenchuan.

Der Name des Kreises Qingchuan bedeutet „schöne und klare Flüsse“.Qingchuan liegt am nördlichen Rand des Sichuan-Beckens und zählt jetzt zum Territorium der Stadt Guangyuan.

Qingchuan hat eine Fläche von 3271 Quadratkilometern, eine Bevölkerung von 250 000, (laut Statistik 2004), 98 Prozent der Bewohner gehören der Han-Nationalität an. Es leben dort Angehörige neun weiterer Nationalitäten wie Hui, Tibetaner, Zhuang und Koreaner etc.

Qingchuan hat eine 2 300-jährige Geschichte und ist seit altersher ein strategisch wichtiger Militärstützpunkt und ein Durchgangsgebiets zwischen der Zentralebene und dem Hochland. Im Jahr 1979 wurde im Qingchuan-Kreis ein Schreibbrettchen aus Bambus aus der Zeit der Streitenden Reiche (475-221 v. Chr.) ausgegraben. Es gilt als ein wichtiges Zeugnis für die Entwicklung der Gesetzgebung und der Kalligraphie zur Zeit der um die Vormachtstellung ringenden Fürstentümer der östlichen Zhou-Dynastie.

Qingchuan verfügt über eine reiche Kultur, da sich hier stets die kulturellen Einflüsse des Hochlandes mit denen der Ebene gemischt haben.

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