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28-05-2008 Quelle: Radio China International
Gefahrenabwehr am Abdämmungssee in Tangjiashan
![]() Nach dem verheerenden Erdbeben im Kreis Wenchuan sind die Flüsse in der Region Tangjiashan im Kreis Beichuan in der Stadt Mianyang durch Erdrutsche stark aufgestaut. Oberhalb Beichuans hat sich dadurch ein so genannter Abdämmungssee gebildet. Sollte sich an diesem großen Abdämmungssee ein Dammbruch ereignen, wären das Leben und der Besitz der flussabwärts ansässigen Bevölkerung massiv bedroht. Die Rettungskräfte arbeiten derzeit mit aller Kraft an einer Beseitigung dieser Gefahr. Gleichzeitig wurde mit der Evakuierung der flussabwärts lebenden Bevölkerung begonnen. Der chinesische Staatspräsident Hu Jintao telefonierte in der Nacht vom 26. auf den 27. Mai mit dem stellvertretenden chinesischen Ministerpräsidenten Hui Liangyu, der im Moment die Katastrophenbekämpfung in der Provinz Sichuan koordiniert. Während des Telefonats betonte Hu Jintao, dass der Sicherheit der Bevölkerung unbedingt höchste Priorität eingeräumt werden müsse. Außerdem sollte sichergestellt sein, dass auch bei einer Verschlechterung der Lage keine Sturzflut ausgelöst würde. Der chinesische Ministerpräsident Wen Jiabao unterstrich, dass die Gefahrenabwehr am Abdämmungssee und die Evakuierung der Bevölkerung gleichzeitig durchgeführt werden sollten, damit die Sicherheit der Talbewohner garantiert sei. Am Tag nach dem Telefonat mit Hu Jintao leitete Hui Liangyu eine diesbezügliche Dringlichkeitssitzung in Mianyang. Gestützt auf die Annahme, dass der Abdämmungssee zu einem Drittel durchbrechen könnte, wurde die Evakuierung der Bevölkerung beschlossen. Von diesem Entscheid sind 150 000 Menschen betroffen. Bis zum gestrigen Dienstag, 24 Uhr, sollten die Menschen vollzählig aus dem Gefahrengebiet evakuiert worden sein. |
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