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03-06-2008 Beijing Rundschau
Kreis Beichuan
![]() ![]() Der Beichuan-Kreis liegt in Nordwesten des Sichuan-Beckens und hat eine Fäche von 2869 Quadratkilometern. Vor dem Erdbeben lebten in Beichuan in 44 343 Familien mit insgesamt 161 107 Menschen. 81 730 von ihnen, also 50,5 Prozent der Bevölkerung sind Angehörige nationaler Minderheiten, wie der Qiang, Tibeter, Hui, Miao, Zhuang etc. Im Kreis leben 77 240 Qiang. Der Beichuang-Kreis ist 2003 zum einzigen Autonomen Kreis der Qiang-Nationalität geworden. Gebirge nehmen 98,8 Prozent der Gesamtfläche ein. Hauptsächlich werden Mais und Kartoffeln angebaut. Die durchschnittliche Jahresproduktion beträgt 60 000 Tonnen. Beichuan ist die Hauptstadt von Yu, dem legendären Gründer der Xia-Dynastie, der ersten Dynastie der chinesischen Geschichte. Die Qiang-Nationalität in Beichuan züchtete in alter Zeit Schafe. Im wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Leben der Qiang-Nationaliät spielte das Schaf eine große Rolle und stand im Mittelpunkt ihres religiösen Kults. Daher ist das Schaf für die Qiang ein Tier mit hohem Symbolwert. Der Beichuan-Kreis ist der vom Erdbeben am härtesten betroffene Landkreis. Über 80 Prozent der Gebäude fielen in sich zusammen. Etwa 10 Prozent der Gesamtbevölkerung kamen uns Leben. Der Beichuan-Kreis wird in Zukunft an einem anderen Ort wieder aufgebaut werden. Das Gebiet soll als eine Art Freilichtmuseum für die Folgen von Erdbebenkatastrophen erhalten bleiben. |
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