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11-10-2007 Beijing Rundschau
Harro von Senger und seine „36 Strategeme"
von Yang Jiaqing
Drei Methoden der Strategemanwendung Gemäss dem Schweizer Sinologen kann man Strategeme in dreifacher Weise anwenden, nämlich erstens aggressiv zur Überlistung eines Gegenübers, zweitens defensiv zur Abwehr einer rechtzeitig durchschauten List eines Gegenübers und drittens aus der Position eines Beobachters, zum Beispiel des innen- oder außenpolitischen Geschehens. „Warum setze ich mich für die Strategemkunde ein? Weil sie wirklich ein Teil der Weisheit ist. Als Abendländer habe ich den Eindruck, dass dank dem Studium der Strategemkunde meine Intelligenz bereichert worden ist. Die Strategemkunde ist ein hervorragendes Instrument zum besseren Verständnis von Politik, Wirtschaft und zwischenmenschlichen Beziehungen. Was mich vor allem interessiert, sind die zweite und dritte Methode der Strategemanwendung, also die Anwendung des Strategemwissens für Analysen des Weltgeschehens und in der Absicht, nicht Opfer einer Listanwendung zu werden. Meines Erachtens sollte man die chinesische Strategemkunde im Westen verbreiten und mit ihrer Hilfe die Intelligenz von Europäern optimieren. Sie fragten mich, worin sich mein Buch von Strategemwerken chinesischer Autoren unterscheide. In meinem Buch versuche ich, nach abendländischen Kriterien die 36 Strategeme in ein wissenschaftliches System zu bringen und aus verschiedenen Blickwinkeln zu veranschaulichen. Wenn wir uns, zusammen mit Chinesen, der Strategemkunde ethisch vertretbar zu bedienen vermögen, kann dies vielleicht zum Aufbau einer besseren Welt beitragen, einer Welt des Friedens und der gegenseitigen Verständigung", schloss er seine Ausführungen. |
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