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11-10-2007 Beijing Rundschau
Nur noch eine ferne Erinnerung
Von Zan Jifang
Angesichts der Modernisierung der Stadt muss Beijing seine Kultur retten, sonst werden in Zukunft nur noch Fotografien und Erzählungen an die Schönheit der Altstadt erinnern. Feinschmecker werden in nächster Zeit keine Gelegenheit dazu haben, die besten Pekingenten des Landes im jahrhundertealten Quanjude-Restaurant im Stadtviertel Qianmen zu genießen. Sechs Monate werden die Renovierungsarbeiten des Traditionslokals dauern, aber das ist nur eine Teilmaßnahme der umfangreichen Sanierung des Qianmen-Viertels.
Südlich des Tiananmen-Platzes gelegen, ist Qianmen schon seit dem 17. Jh. ein beliebtes Geschäfts- und Vergnügungsviertel; auch fehlt es dort nicht an kulinarischen Reizen: neben Pekingenten sind hier weitere traditionelle Gerichte der Beijinger Küche zu haben, wie zum Beispiel Salzgemüse von Liubiju und Maultaschen von Duyichu. Hier steht Tongrentang, eine 1669 gegründete Apotheke für chinesische Medizin, die ab 1702 genau 188 Jahre lang für den Kaiserhof Pillen gedreht, Pülverchen gemixt und Salben bereitet hat. Viele Banken und Geldinstitute machten einst aus Qianmen das erste Bankenviertel Beijings.
Die kleinen Hutongs, Pailous (Ehrentore) und schmalen Gassen sowie die Siheyuan, die traditionellen Beijinger Wohnhöfe, machen Qianmen zu einem besonderen Ort für Beijinger, vor allem für diejenigen unter ihnen, die in diesem Viertel geboren und aufgewachsen sind. Es ist die Gegend, aus der die Pekingoper stammt und die Akrobaten zu Hause sind.
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| Adresse: BEIJING RUNDSCHAU Baiwanzhuanglu 24, 100037 Beijing, Volksrepublik China |