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12-11-2007 Beijing Rundschau
„Die Deutschen sind humorvoller, als ich mir vorstelle...“
Von Xu Bei
Ein Lyrikwettbewerb brachte eine Studentin aus Südwestchina mit der deutschen Kultur in Berührung. „Ohne den Lyrikwettbewerb hätte ich nie in meinem Leben die deutsche Botschaft in Beijing betreten können“, sagte Duan Yujie, eine 24-jährige Studentin aus der südwestchinesischen Provinz Yunnan, die weit von Beijing entfernt ist. In dem Lyrikwettbewerb, den die deutsche Botschaft im September 2006 in Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut und dem Deutschen Akademischen Austauschdienst veranstaltete und an dem hauptsächlich Studenten aus verschiedenen Universitäten und Hochschulen Chinas teilnahmen, hat Duan mit ihrer Lyrik „Nachtlied“ den ersten Preis gewonnen. Damit kann sie in diesem Jahr zwei Monate lang in Deutschland studieren. Anfang Dezember 2006 veranstaltete die deutsche Botschaft in Beijing eine Preisverleihungszeremonie für den Lyrikwettbewerb. Der deutsche Botschafter Dr. Stanzel verlieh persönlich Duan den Preis. „Das ist für mich eine Überraschung! Ich bin wirklich tief bewegt“, sagte Duan. In ihrer Rede auf der Preisverleihungszeremonie wiederholte sie zweimal das Wort „bewegt“. „Ich habe noch nie so viele Ausländer gesehen“ Duans Heimat, die Provinz Yunnan, ist wegen ihrer landschaftlichen Schönheit in aller Munde bekannt. Trotzdem ist sie nicht so modern und offen wie Beijing und Shanghai. „Ehrlich gesagt, ich habe vorher noch nie so viele Ausländer gesehen“, sagte sie.
Wegen der Beschränktheit ihres Studienfaches und der Region, in der sie lebt, ist Duan vorher nie mit Deutschland in so engen Kontakt gekommen. Aber beim Kontakt mit den Mitarbeitern der deutschen Botschaft in Beijing bekam sie ihre Freundlichkeit und Aufrichtigkeit am eigenen Leib zu spüren. „Sie gratulierten mir herzlich zu meinem Erfolg. Wenn sie sich mit mir zusammen photografieren ließen, umarmten sie mich fest, als ob ich eine alte Bekannte von ihnen wäre. Die Deutschen sind humorvoller, als ich mir vorstelle“, so Duan. Als Preisgewinnerin hat Duan eine Gelegenheit, zwei Monate lang in Deutschland zu studieren. „Ich erwarte mit Spannung meine Reise nach Deutschland“, sagte sie. Wie viele andere chinesische Studenten weiß Duan nicht viel von Deutschland. Aber von den zahlreichen Büchern, die die schöne Landschaft in den verschiedenen Ländern beschreiben, hat das Buch über Deutschland einen tiefen Eindruck auf sie gemacht. „Die schönen Bilder faszinieren mich sehr und lassen mich mich nach Deutschland sehnen. Ich bewundere das Verantwortungsbewusstsein und den ernsthaften Arbeitsstil der deutschen Nation“, sagte Duan. In der Tat besteht zwischen Duans Studienfach und Deutschland eine gewisse Beziehung. „Ich studiere Ästhetik. Wenn man über die Ästhetik redet, muss man Kant erwähnen“, so Duan. |
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