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13-11-2007 Beijing Rundschau
Wushu beeindruckt laowais
von Tang Yuankai
Die lange Reise „Ich fand Wushu als zugänglich“, sagte Luc Bendza aus dem Gabun, der einen Master in Wushu von der Beijing-University of Physical Education hat. Er kam nach China, als er 14 Jahre alt war, und lebte seit mehr als 20 Jahren. Er hat bereits einige Wushu-Wettbewerbe gewonnen und ist jetzt der Präsident der Wushu-Vereinigung seines Heimatlandes Gabun, ein Mitglied der Internationalen Wushu-Federation, und wird voraussichtlich Schiedsrichter für die Wushu-Wettbewerbe während der Olympischen Spiele 2008 sein.
Zuerst hat Bendza Wushu auf einem Bildschirm gesehen und dann entschied er sich richtiges Kungfu in China zu studieren. Sein erster Lehrer war ein chinesischer Über-setzer im Gabun. „Als ich 14 Jahre alt war, konnte ich es nicht mehr erwarten, endlich nach China zu gehen, um meinem Drang nachzu-kommen, diese martialische Art zu betreiben“, sagte er. Der Entschluss des jungen Mannes überraschte seine Mutter, aber letztendlich gab sie nach, weil ein Onkel Bendzas in China arbeitete. 1984 lernte Bendza Wushu für ein Jahr in einem Tempel der Shaolin-Mönche. Das war eine anstrengende Zeit, erinnerte er sich. Jeden Morgen musste mit zwei Wasserei-mern an ausgestreckten Armen üben. „Die Schmerzen waren es aber wert“, sagte er. Da Wushu vom chinesischen Denken, der Philosophie und kulturellen Bedeutungen geprägt ist, ist es nicht leicht für einen Ausländer, den Zugriff zu erlangen. Bendza stieß aber nicht auf Probleme. Für ihn war Wushu ohnehin mehr Philosophie als Methode. Es lehrt die Menschen, die Welt als einträchtiges und stimmiges System zu begreifen. „Wushu hilft dir, dich selber besser zu verstehen, und es hilft dir, deine Fähigkeiten, mit Schwierigkeiten im Leben umzugehen, auszubauen“, erklärte er. Vor ein paar Jahren begann er seine Karriere als Trainer und Schiedsrichter. Seitdem hatte er Studenten in Afrika und Europa. „Einmal wurde ich nach Deutschland eingeladen, um Wushu zu lehren, und die Person, die mich am Flughafen abholen sollte, konnte es nicht fassen, als sie mich sah, und sagte: „Ich hätte einen chinesischen Wushu Meister erwartet“, erinnerte sich Bendza. Bendza sieht das Lehren und Fördern von Wushu als seine Lebensaufgabe an. Er hofft darauf, dass noch mehr Leute, die Vorzüge und den Spaß der Kampfkunst für sich entdecken und diese miteinander teilen. „Wushu ist eine internationale Sprache, durch welche eine tiefsinnigere Kommunikation und eine gegenseitiges Verständnis erreicht werden kann“, sagte er. |
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