13-11-2007 Beijing Rundschau
Wushu beeindruckt laowais
von Tang Yuankai

Ein besonderer Status

Luc Bendza mit dem Hong Konger Action-Star Jackie Chan

In der Geschichte der Olympischen Spiele gab es schon öfter Fälle, in der die Hauptsportarten der Gastgeberländer in die formellen Ereignisse der Spiele eingebunden wurden, dies passiert im Falle von Japans Karate und Koreas Kickboxen. Nachdem Jaques Rogge aber die Präsi-dentschaft des Internationalen Olympischen Komitee (IOC) übernommen hatte, begann er die Olympischen Veranstaltungen so zu vereinheitlichen, dass er für neue Sport-arten schwer wurde, Zugang zu den Spielen zu finden. „Es wird einen Wushu-Wettbe-werb während der Olympischen Spiele geben. Es wird keiner der 28 offiziellen Sportarten werden, aber wir werden das zusammen mit dem BOCOG (dem Organisationskomitee der Olympischen Spiele für die 29. Spiele in Beijing) organisieren“, sagte Rogge während der Eröffnung der 10. National Games in Nanjing im letzten Jahr. Obwohl es keine offizielle Sportart ist, erhofft sich die International Wushu Federation, dass die Teilnehmer der Wushu-Wettbewerbe dieselbe Behandlung erfahren, wie die anderen Wettbewerber der formell anerkannten Wettbewerbe.

„Die Gleichbehandlung würde auch beinhalten, dass die Medaillen in den Wushu-Wettbewerben genauso anerkannt wären wie im Falle der formell anerkannten Sportarten, und sie sollten durch den IOC an die Gewinner vergeben werden. „Das beinhaltet natürlich eine Gleichbehandlung bei der Fernsehübertragung“, sagte Chen Guorong, Vizevorsitzender der chinesischen Wushu-Vereinigung. Das IOC hat aber bereits verkündet, dass die Medaillen nicht dieselben sein können, wie für andere formell anerkannte Sportarten. So schlug die Internationale Wushu-Föderation bereits in einem Plan vor: eine Seite der Medaillen wird das IOC-Symbol eingeprägt haben, während die andere Seite von dem Wappen der Internationalen Wushu-Föderation geziert wird. Das genaue Design muss noch durch das IOC geprüft werden. Daneben könnte sich Übertragung des Wushu-Wettbewerbs während der Olympischen Spiele als Problem erweisen, da das IOC schon alle Verträge mit allen Überträgern in der Welt unterzeichnet hat.

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