07-04-2008 Beijing Rundschau
Wechsel der Generationen in den Hutongs
von Caroline Rosales Gonzalez


Ein Geheimtipp, das ist auch "Yan's Bar" an der Jiu Gulou Dajie – allerdings nicht ganz freiwillig. Denn obwohl die liebevoll eingerichtete Tee-Lounge mit Hippie-Flair gleich an der Hauptstraße liegt, laufen viele Gäste an der Eingangstafel vorbei. "Ich würde ja gerne etwas für die Schönheit der grauen Fassade tun, Blumen pflanzen, die Wand streichen, eine Leuchtreklame installieren, doch die Stadtregierung untersagt es", klagt Betreiber Yang Wang. Erlaubt sei nur ein Schild pro Lokal. "Dabei sollte die Stadt unsere Bemühungen, die Weststadt mit Leben zu füllen, mehr fördern oder sogar subventionieren", meint der Gastronom. Auch er möchte Teil des "Big Bang Beijing" werden, ein mittlerweile geflügeltes Wort. "Schließlich machen wir die Hutong-Viertel für die junge Leute schmackhaft."
Ein Bestreben, das sich eigentlich perfekt mit dem groß angelegten Sanierungskonzept der Pekinger Stadtregierung deckt. So sollen Wohnreviere in Zonen wie Qianmen, Shichahai, Baitasi und Dashilan während der Olympischen Spiele zu den Attraktionen der Stadt gehören und gerade ausländischen Touristen einen Einblick in das typische Alltagsleben der Stadtbewohner gewähren.

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