07-04-2008 Beijing Rundschau
Wechsel der Generationen in den Hutongs
von Caroline Rosales Gonzalez


In diesem Zuge wurden bis Oktober 2007 bereits 1474 Wohnhöfe in 40 Hutongs der Stadtbezirke Dongcheng, Xicheng, Chongwen und Xuanwu komplett renoviert. Eine Modernisierungsoffensive, die insgesamt 250 Millionen Yuan verschlang und die Lebensbedingungen (u. a. Warmwasserversorgung, moderne sanitäre Anlagen) vieler Hutong-Mieter erheblich verbesserte.
Davon profitieren nicht nur die alteingesessenen Bewohner wie die Familie Sun, die seit drei Generationen in einem Hutong-Haus lebt, sondern auch die zahlreichen kleinen Kneipen in der Nachbarschaft. So ist die angesagte „Bed Bar“ (17, Zhangwang Hutong Jiu Gulou Dajie, Gulou), ein Hutong-Café der ersten Stunde, nur wenige Schritte von der Haustür der Suns entfernt. Im atriumförmig angelegten Szene-Treff feiern Beijings hippe Kunst-Cliquen oft bis in die frühen Morgenstunden, flezen sich auf riesigen Liegewiesen. Der nächtliche Lärm aus dem Club stört die Familie Sun dabei erstaunlicherweise wenig. „Denn genau das ist der traditionelle Sinn von Hutongs“, bemerkt Frau Sun lächelnd. „Mehrere Generationen unter einem Dach.“

 
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