25-06-2008 Beijing Rundschau
Diaolou - Ein Wunder der Qiang-Architektur
von Zeng Wenhui
![]() Das Bauen von Diaolou, bzw. Qionglu hat eine lange Tradition in der Qiang-Nationalität. Diaolou sind auffällige Gebäude, die nun von Wissenschaftlern näher erforscht werden sollen. Diaolou sind höher als die normalen Häuser der Qiang-Nationalität und werden am Rande der Siedlungen oder auf Berggipfeln gebaut. Ihre Höhe beträgt zwischen 10 und 30 Metern. Die höchsten Diaolou haben eine Höhe von 40 bis 50 Metern. Man kann Diaolou schon aus großer Entfernung sehen. Diaolou dienen als Wehrtürme und als Getreide- und Brennholzspeicher. Es gibt viereckige, sechseckige und achteckige Diaolou. Manche haben 14 Stockwerke. Als Baumaterial dienen Bruchsteine und Lehm. Sie sind leicht konisch geformt. Man baut Diaolou ohne gezeichnete Pläne, auch das Senklot ist bei den Qiang unbekannt. Man verlässt sich allen auf die Überlieferung der Baumeister und die eigene Erfahrung. Diaolou sind sehr stabil und können eine lange Zeit überdauern. Im Jahr 1988 wurde im Kreis Beichuan ein Yongpingbao genannter Diaolou aus der Ming-Dynastie entdeckt. Dieses Diaolou war selbst nach hunderten von Jahren noch gut erhalten. Bei einer Pressekonferenz am 6. Juni haben Experten der Staatlichen Denkmalschutzbehörde mitgeteilt, dass zahlreiche Diaolou das Erdbeben in gutem Zustand überdauert hätten, lediglich zwei von ihnen seien zerstört worden. Zwar wiesen manche von ihnen Risse auf, aber sie stünden auf solidem Grund. Dies erweist die erstaunliche Stabilität der Diaolou.
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