|
12-03-2008 Beijing Rundschau
Finanzmarkt: Notenbanken verabreichen Banken Milliardenspritze
![]() Die US-Notenbank will von Ende März an bis zu 200 Milliarden Dollar bereitstellen, um die Liquidität des Geldmarktes zu erhöhen. Die Europäische Zentralbank (EZB) ist mit einer Finanzspritze von bis zu 15 Milliarden Dollar dabei. Die Aussicht auf den Geldregen der Notenbanken gab den Börsen am 11. März einen kräftigen Schub. Der DAX stieg um 1,19 Prozent auf 6524,57 Punkte. Zum Börsenschluss in Europa legte der Dow Jones in den USA 1,75 Prozent auf 11 945 Punkte zu. Die Ankündigungen der Notenbanken setzten den Euro unter Druck und entlasteten den Dollar: Am frühen Abend kostete die europäische Gemeinschaftswährung 1,5320 Dollar. Noch kurz zuvor hatte der Euro ein Rekordhoch von 1,5495 Dollar markiert. Die Notenbanken wollen ein Austrocknen des Geldmarktes verhindern. Beteiligt an der gemeinsamen Aktion sind neben der US-Notenbank Federal Reserve und der EZB die Bank of England (BoE), die Schweizer Notenbank (SNB) sowie die Bank of Canada (BoC). Nach einzelnen Aktionen hatten diese fünf großen Zentralbanken erstmals im Dezember 2007 gemeinsam den Banken zusätzliches Kapital gegeben. Die Bank of Japan begrüßte die Aktion zwar, will aber vorerst bei ihrer bisherigen Vorgehensweise bleiben. Die Aktion der Notenbanken gilt bei Experten als Beleg dafür, dass die Finanzkrise noch nicht überwunden ist und größere Ausmaße angenommen hat als bisher vermutet wurde.
|
| Über Beijing Review | | | Über Beijing Rundschau | | | Rss Feeds | | | Kontakt | | | Aboservice | | | Zu Favoriten hizuf ügen |
| Adresse: BEIJING RUNDSCHAU Baiwanzhuanglu 24, 100037 Beijing, Volksrepublik China |