21-05-2008 Beijing Rundschau
UNHCR spendet 60 000 US-Dollar für chinesische Erdbebenopfer
 



Das Hohe Flüchtlingskommissariat der Vereinten Nationen (UNHCR) hat 60 000 US-Dollar für die Erdbebenhilfe in Sichuan gespendet. Veerapong Vongvarotai, Leiter des regionalen UNHCR-Büros, überreichte Frau Jiang Qin von der Abteilung Internationale Organisationen und Konferenzen des chinesischen Außenministeriums zwei Schecks: 50 000 US-Dollar stammen vom UNHCR selbst, 10 000 US-Dollar von den Mitarbeitern des Flüchtlingskommissariats.

Die UNHCR, die über große Erfahrung auf dem Gebiet der Katastrophenhilfe verfügt,  bot der chinesischen Regierung darüber hinaus weitere Unterstützung an.

Nach offiziellen Berichten vom 20. Mai seien mittlerweile 40 075 Menschen dem Erdbeben zum Opfer gefallen, über 30 000 werden in den Gebieten Sichuans, die am härtesten von der Katastrophe getroffen sind, noch in den Trümmern eingestürzter Gebäude vermisst.

In einem Brief an Staatspräsident Hu Jintao hat der UN-Hochkommissar für Flüchtlingsfragen, der ehemalige portugiesische Ministerpräsident António Guterres, sein Entsetzen über das verheerende Erdbeben und sein Mitgefühl für die Opfer der Naturkatastrophe zum Ausdruck gebracht. Er lobte die chinesische Regierung für das rasche Ergreifen von Rettungsmaßnahmen in den betroffenen Gebieten Südwestchinas.

 „Obwohl Hilfe bei Naturkatastrophen normalerweise außerhalb des Aufgabengebiets der UNHCR liegt, ist die Organisation im Rahmen der allgemeinen UN-Hilfsmaßnahmen selbstverständlich einsatzbereit“,  sagte Guterres. „Alle Mitarbeiter des UNHCR auf der ganzen Welt sind dem chinesischen Volk in dieser schweren Stunde in tiefer Anteilnahme verbunden.“

Das chinesische Außenministerium dankte dem Hochkommissar und allen Mitarbeitern des UNHCR für die Spende. Gerne komme man auf das Angebot der Flüchtlingsorganisation zurück, Zelte und medizinische Geräte zur Verfügung zu stellen.

China hat sowohl die Genfer Flüchtlingskonvention von 1951 wie auch deren Protokoll von 1967 unterzeichnet, außerdem ist das Land Mitglied des Exekutivkomitees des UNHCR. In China ist die Hauptaufgabe der Organisation derzeit die Beratung der Regierung bei der Schaffung eines gesetzlichen Rahmens für Flüchtlingsfragen und konkrete Hilfe für Menschen, die vom Lande in die Städte ziehen.

 

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