22-07-2008 Quelle: Radio China International
Getreidepreiserhöhung verschärft weltweite Hungersnot
 



Der Generaldirektor der Welternährungsorganisation (FAO), Jacques Diouf, hat am Montag in Havanna gesagt, die Getreidepreiserhöhung gelte als Hauptursache für den verschärften Nahrungsmangel in der Welt.

Weiter sagte Diouf in einer Rede an der Universität Havanna, wegen der Getreidepreiserhöhung sei die Zahl der Menschen weltweit, die von einer Hungersnot bedroht seien, um 50 Millionen gestiegen. Sollte sich diese Tendenz fortsetzen, so werde die Zahl der Menschen, die an Hunger leiden, weiter zunehmen.

Diouf sagte weiter, die internationalen Banken und offiziellen Institutionen hätten ihre Zusagen zur Verstärkung der finanziellen Unterstützung der Landwirtschaft nicht erfüllt. Auch haben die Unterstützungsleistungen nicht zugenommen, vielmehr seien nur 58 Prozent der Zusagen realisiert worden.

Weiter sagte Diouf, weltweit hätten bislang nur 57 Länder Gegenmaßnahmen zur Erhöhung der Getreidepreise ergriffen. Dies könne nur ein Anfang sein. Er appellierte an die Regierungen, starken politischen Willen bei der Durchsetzung einer gesteigerten Getreideproduktion zu demonstrieren. Nur so ließe sich die Versorgungslage nachhaltig verbessern.

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