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09-10-2007 Der finale Countdown
Der finale Countdown
Tang Yuankai
Als ein Beispiel für die Unterstützung aus der Bevölkerung berichtete Jiang von einem Wanderarbeiter aus Beijing, der ihm einen Entwurfsplan für die Eröffnungszeremonie zugeschickt hat. „Sein mehr als 60 Seiten langer Plan ist sehr ausführlich und detailliert. Wir sind sehr beeindruckt von dem Enthusiasmus und der Anteilnahme der Bevölkerung an den Spielen in Beijing und versuchen, ihre Anregungen in unsere Überlegungen einzubeziehen", versicherte er. Jiang, der im April 1948 in Beijing geboren wurde, sagte, dass er sich sehr privilegiert fühle, ein Mitglied des Beijinger olympischen Teams zu sein. Das erste Mal, dass er bewusst etwas über die Olympischen Spiele gelernt hat, war 1979, als der einstimmige Beschluss aller Mitglieder des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) angenommen wurde, der besagte, dass der legitime Status des Chinesischen Olympischen Komitees (COC) wiederhergestellt werde. Damals hätte Jiang niemals daran gedacht, dass 25 Jahre später die Olympiade der Grund zu seiner herausragendenden Laufbahn werden würde. Jiang verdeutlichte, dass das Jahr 2007 ein Schlüsseljahr für die olympischen Vorbereitungen sein wird. „Wir müssen in diesem Jahr vier Hauptaufgaben beenden", sagte er, und meinte damit die Vollendung der Stadienarbeiten, den Ausbau des Transportsystems in den gastgebenden Städten, die Errichtung des Betriebssystems zwischen dem BOCOG und anderen städtischen Organen sowie die Einstellung weiterer Arbeitskräfte für die Spiele.
Sporthallen und Stadien
In Übereinstimmung mit dem IOC-Unterlagen muss Beijing für die Olympischen Spiele 37 Sporthallen und Stadien sowie 63 Trainingszentren zur Verfügung stellen. Von diesen werden 31 direkt in Beijing stehen und die anderen in den Städten Qingdao, Shanghai, Tianjin, Qinhuangdao und Hongkong. „Die Renovierungs- und Bauarbeiten dieser Sportanlagen müssen in diesem Jahr beendet werden", erklärte Jiang.
Solange die Stadien fertiggestellt sind, müssen sie erst einmal getestet werden. Die Tests werden unter dem Motto „viel Glück Beijing" im Juli dieses Jahres gestartet werden, und gehen bis Mai 2008. Was passiert mit den Stadien nach der Olympiade? Dies ist ein Problem, mit dem sich alle Veranstalter der Olympischen Spiele in der ganzen Welt beschäftigen mussten. „Die Sportstätten können, ohne wissenschaftliche Stadtplanung und der richtigen Leitung, zur großen Belastung für die zukünftige Entwicklung der Städte werden", verdeutlichte Jiang. „Beijing versucht, diese mögliche Belastung durch vernünftige Planungen und Gestaltungen ihrer Funktion und Betriebssysteme ins wertvolle Erbe umzuwandeln." Bei der Gestaltung und Planung der olympischen Stadien sind die Stadtentwicklung und der öffentliche Bedarf in Erwägung gezogen worden. Beijings Sportstätten sind in vier Bereiche eingeteilt: Erstens ist das Olympische Sportzentrum, zu welchem zehn Stadien, darunter u. a. das Nationalstadion, die Nationalsporthalle und die Nationalschwimmhalle, gehören. Zweitens ist die Universitätszone, wo die Stadien in der Peking-Universität, der Universität für Wissenschaft und Technologie Beijings und der Landwirtschaftsuniversität Chinas gebaut werden. Nach der Olympiade werden diese Stadien den umliegenden Bewohnern und den Studenten zur Verfügung stehen. Die Region Westbeijings ist das dritte Areal. In diesem Stadtviertel stehen momentan noch keine Sportanlagen, aber der Bau von sieben Stadien, darunter das Wukesong- Kultur- und Sportzentrum, wird das ändern. Die letzte Stadienzone wird die nördliche Touristengegend in Beijing sein. „Neben der Ausrichtung von Turnieren können die Olympischen Sporthallen und Stadien als öffentliche Fitnesscenters und für Ausstellungen und Aufführungen genutzt werden", schlug Jiang vor. Die Nationalschwimmhalle z. B. wird nach den Spielen in einen Wasserfreizeitpark umfunktioniert werden. Beijing hat versucht, einen neuen Betriebsmodus für die olympischen Stadien und Sporthallen durchzuführen, um die Anlagen nach den Spielen voll zu benutzen. In der Vergangenheit wurden die Hauptsporthallen und -stadien von dem Staat finanziert und von der Staatlichen Hauptverwaltung für Sport verwaltet. Das bedeutete, dass die Regierung auch für ihre Instandhaltung Gelder bereitstellen musste. „Dieses Mal haben wir von ausländischen Erfahrungen in diesem Bereich profitiert", sagte Jiang. „Wir haben eine Ausschreibung für den Bau dieser Sportanlagen veröffentlicht und die Gewinner werden 30 Jahre lang freie Betriebs- und Verwaltungsmacht haben. Auf diese Weise werden die Bewerber sich weitaus mehr Gedanken über die spätere Nutzung der Sportanlagen machen." Bei der Auswahl der Bewerber hat das BOCOG nicht nur ihre Finanzierungs- und Baufähigkeiten, sondern auch ihre zukünftigen Betriebs- und Verwaltungspläne geprüft. „Daher kommen viele Mitarbeiter der Sporthallen und -stadien aus kooperierenden Unternehmen, nicht nur aus Baugesellschaften und Finanzgruppen, sondern sind auch Sportmanagers.
Der olympische Fackellauf
Als China sich für die Olympischen Spiele bewarb, versprach es, dass die Strecke des olympischen Fackellaufs über den Mount Everest gehen würde. Jetzt haben die olympischen Organisatoren dieses Versprechen, trotz aller technischen Schwierigkeiten, wahr werden zu lassen. „Wir kooperieren nun mit dem chinesischen Bergsteigerverband, und wir hoffen alle Vorbereitungen treffen zu können, damit der Fackellauf über den Mount Everest wahr werden kann", versicherte Jiang, und fügte hinzu, dass die Teilnehmer des chinesischen Bergsteigerverbandes für diese Aufgabe begonnen hätten, zu trainieren. Laut Jiang wurde die Route des Fackellaufs schon im letzten Dezember dem IOC zur Genehmigung vorgelegt. „Es steht bereits fest, dass sowohl Provinzen, regierungsunmittelbare Städte, autonome Gebiete wie auch Hongkong, Macao und Taiwan in die Strecke integriert sind", versicherte er.
Beijinger Paralympics
Das BOCOG wird das erste Organisationskomitee sein, das zwei der prestigeträchtigsten sportlichen Wettkämpfe der Welt - die 29. Olympischen Spiele und die 13. Paralympischen Spiele- veranstalten wird. Eine Abteilung für die Paralympischen Spiele wurde in dem BOCOG eingerichtet, um die Vorbereitungen für die Paralympics zu koordinieren. „Wir werden 2008 die Gastgeber zweier großartiger und erfolgreicher Olympischer Spiele sein, der Olympiade und der Paralympics", sagte Jiang. |
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