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15-10-2007 Prognose der Wirtschaftsexperten für Tendenz der Finanzpolitik Chinas
Prognose der Wirtschaftsexperten für Tendenz der Finanzpolitik Chinas
Wie wird die chinesische Finanzpolitik nach dem 17. Parteitag aussehen? Dazu hat die Hong Konger Economic Information im einem Leitartikel ihre Prognose abgegeben. Sie sieht sechs Tendenzen. Die künftige Finanzpolitik Chinas werde vor allem die Interessen der Bevölkerung noch mehr berücksichtigen. Schon heute sind sich Regierung und Bevölkerung Chinas darin einig, dass mehr gesellschaftliche Gerechtigkeit geschaffen und die Interessen der Bevölkerung ins Zentrum gestellt werden müssen. Das Führungsgremium suche den breitesten Konsens aller gesellschaftlichen Gruppen. Zweitens soll es zu einem Interessensausgleich zwischen verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen kommen. Die Entwicklung des Eigentumssystems Chinas werde sich stabilisieren. Bis auf einige mögliche Revidierungen bei der Verteilungspolitik, Tarifgesetzen oder Vorschriften zur Regulierung der auswärtigen Investitionen werde das Eigentumssystem Chinas den jetzigen ausbalancierten Zustand beibehalten. Drittens werde Chinas seine Wirtschaft globaler gestalten, was gleichzeitig nicht mit den Bemühungen der Regierung im Widerspruch stehen soll, die inländische Nachfrage zu erweitern. Außer dem Produktions- und Außenhandelssektor werde auch der Finanzdienstleistungssektor von der Globalisierung erfasst werden. Die Gestalter der Finanzpolitik werden sich also vor neue Herausforderungen gestellt sehen. Für den chinesischen Bankensektor wird ein harter Kampf um Marktanteile mit Konkurrenten aus der ganzen Welt eingeläutet. Dazu sei mehr fachliches Know-how erforderlich. In dem Leitartikel hieß es weiter, viertens seien aber die Erfahrungen Chinas auf dem internatioanlen Finanzmarkt noch sehr bescheiden. Angesichts der verwirrenden Vielfalt auf den Weltfinanzmärkten, die sich unterteilen in den Devisen-, Versicherungs-, Aktien-, Anleihen-, Währungs- bzw. Optionsmarkt, und sich immer stärker ausdifferenzieren, müssten die chinesischen Finanzpolitiker möglich schnell ihren Kenntnisstand erhöhen. Fünftens wird die behördenüberschreitende Koordination immer wichtiger. Der Finanzmarkt könne wegen der Unberechenbarkeit der Politik in starke Schwankung geraten, was der Glaubwürdigkeit der Regierung große Schaden zufüge. Mit der Entwicklung der Marktwirtschaft sei der Markt noch empfindlicher geworden gegenüber politischen Risiken. Diese Risiken und der negative Einfluss könnten durch die Vernetzung mit dem Weltmarkt noch erweitert werden und schlimmere Folgen zeitigen. Um diese Risiken zu minimieren, sollten die Verwaltungsbehörden das übergeordnete Interesse an Koordination über das Eigeninteresse der Verwaltung stellen. Sechstens werde China mehr Wert auf die Ausbildung von professionellen Finanzmanagern legen. China solle mehr Eliten des Finanzmanagements für sich gewinnen, die einerseits über reichliche theoretische Kenntnisse verfügen, andererseits aber auch praktische Erfahrung auf dem Weltmarkt gesammelt haben sollten. In dem Leitartikel der Economic Information wird China das Singapur-Modell vorgeschlagen. China solle mehr Nachwuchskräfte auf dem Gebiet des Finanzmanagements in staatlichen Finanzinstitute einbeziehen, um so einen starken Bestand an Fachkräften aufzubauen. |
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