19-10-2007 Beijing Rundschau
Weltmeisterinnen als Delegierte im Parteitag
von Huang Wei
Zhang Yining


Nach der Eröffnung des 17. Parteitages der KP Chinas gilt den Delegierten aus dem Sportausschuss besonderes Interesse. Denn Zhang Yining und Wang Nan sind sowohl Tischtennisweltmeisterinnen als auch Delegierte des 17. Parteitages der KP Chinas. Am 17. Oktober gaben sie im Medienzentrum ein Interview.

Welche Unterschiede gibt es für Sie zwischen dem Beruf des Sportlers und der Aufgabe als Delegierte? Was ist anstrengender?

Wang Nan: Der größte Unterschied liegt darin, dass Sportler mein Beruf ist. Delegierte zu sein ist die größte Ehre, die der Staat mir zu teil haben kann.

Zhang Yining: Ich denke oft darüber nach, wie es war, als ich im Alter von fünf Jahren begann Tischtennis zu spielen. Mein Erfolg ist der Erziehung des Staates zu verdanken. Von den Jahren in der Bezirkssportschule bis zum Spielen in der Nationalmannschaft musste ich fast kein Geld für Schläger und Sportbekleidung ausgeben. Im Sommer bekam ich T-Shirts, und im Winter warme Mäntel. Ich hatte nie Sorgen im Leben. Jetzt will ich mich der Betreuung und Erziehung der Menschen in meinem Land widmen.

Was verstehen Sie unter einer harmonischen Gesellschaft? Was bedeutet eine harmonische Gesellschaft für Sportler?

Wang Nan: Harmonie ist für die Gesellschaft sehr wichtig. Ich glaube, eine harmonische Gesellschaft heißt für uns, gelassen und sorgenlos spielen zu können, Medaillen zu gewinnen und dem Staat alle Ehre zu erweisen.

Haben Sie als Mitglied des Präsidiums des 17. Parteitages der KP Chinas Vorschläge und Ideen zur Erziehung chinesischer Sportler?

Wang Nan: Nur das chinesische Erziehungssystem kann eine solche Gruppe wie die chinesische Tischtennismannschaft hervorbringen. Die Sportler werden von klein auf ausgesucht. Nach einigen Auswahlverfahren werden die Besten in die Nationalmannschaft berufen, in der sie als Spitzensportler an internationalen Wettbewerben teilnehmen. Als Weltmeisterin bin ich einerseits dem Staat und der Partei für meine Erziehung zu Dank verpflichtet. Andererseits schlage ich vor, dass Sportlern mehr Wissen vermittelt werden soll. Unter dem derzeitigen Ausbildungssystem von Sportlern bleibt neben dem professionellen Training so gut wie keine Zeit zum Lernen. Wenn die Sportkarriere dann zu Ende ist, ist es schwer eine neue Aufgabe für sich zu finden. Glücklicherweise tritt bald das Schutzgesetz für Sportler in Kraft. Ich glaube, dass sich das Sporttraining und das Bildungssystem für Sportler durch das neue Gesetz verbessern wird.

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