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22-11-2007 Made in China/ Aigo auf der Überholspur
Aigo: von F1 zu Olympia 2008
von Zeng Wenhui
Im Jahr 2003 hat Feng Jun beschlossen, dem Vorbild des amerikanische Weltkonzerns General Electric (GE) nachzueifern. Aigo will in seiner Branche zu den Besten zählen.
Jacques Rogge, Präsident des Internationalen Olympischen Komitees, hat sich am 8. August 2007 anlässlich der Feier zum Start des Countdowns für die Olympischen Spiele 2008 sehr lobend über „Aipen" geäußert, ein neues Produkt der chinesischen Elektronikfirma Aigo. Der „Aipen" ist eine eigene Entwicklung von Aigo: berührt man damit einen speziell gedruckten Text, so erkennt er die Schrift und ist in der Lage, den Text in acht verschiedenen Sprachen wiederzugeben. Er kann als Museumsführer verwendet werden oder als Hilfsmedium beim Englischtraining der freiwilligen Olympiahelfer. Es ist bereits in die Sammlung des Olympia-Museums mit Sitz in Lausanne aufgenommen worden. Die Nachrichtenagentur „Business Wire" nennt Aigo „eine der führenden Unterhaltungselektronikmarken in Asien" und „Vorreiter in Sachen Innovation und Entwicklung neuer Technologien". Aigo ist auch bei ausländischen Konsumenten immer beliebter und wird dazu beitragen, „Made in China" auf dem Weltmarkt als ein Qualitätszeichen zu etablieren.
Einmannbetrieb Aigo ist ein eingetragenes Warenzeichen der Beijing Huaqi Information Digital Technology Co., Ltd., die 1993 von Feng Jun im Stadtteil Zhongguancun in Beijing, dem "chinesischen Silicon Valley" gegründet wurde. Im Jahr 1993 gab Feng Jun, ein Absolvent der Architekturabteilung der Tsinghua Universität, (eine der berühmtesten Universitäten Chinas) seine Arbeitstelle in einem staatseigenen Architekturbüro auf und begann mit 200 Yuan (etwa 20 Euro) seine Karriere als Geschäftsmann. Ein kleiner Tisch war sein ganzer Laden, ein Transportarbeiter sein einziger Gehilfe. In Zhongguancun gibt es viele solcher kleiner Händler, die jeden Tag hinter ihrem Verkaufstisch stehen und laut rufend um Kunden werben. Diese Geschäftsmänner fangen schon am frühen Morgen mit der Arbeit an und hören erst spätabends mit ihr auf. Sie schleppen ihre Warenkoffer selbst und essen ausschließlich Fastfood, verdienen aber nur magere 1-2 Yuan pro „Geschäftsabschluss". Feng Jun war damals einer von ihnen. Er verkaufte jeden Tag Computer-Gehäuse und Tastaturen und wurde „Mr. 5 Yuan" genannt, weil er immer sagte, dass er seine Ware nur dann verkaufe, wenn der Kunde fünf Yuan über dem Einkaufspreis zahle. Dieses einfache Geschäftsmodell wurde oft von Mitbewerbern gnadenlos ausgelacht, aber Feng hat sich damit unter seinen Kunden einen guten Namen erworben. |
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