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30-04-2008 Beijing Rundschau
Der Kulturaustausch mit dem Ausland
2006 war Tibets Kulturaustausch mit dem Ausland sehr rege. Im Februar nahmen auch zwei Künstler aus Tibet am Gastspiel chinesischer Künstler im berühmten venezianischen Theater „La Fenice“ teil; Ende September flog das Gesangs- und Tanzensemble der Nationalitäten des Bezirks Qamdo mit seinen urtümlichen tibetischen Gesängen und Tänzen zur Teilnahme an einer Kulturveranstaltung nach Südkorea. Vom August bis November fand eine Ausstellung von tibetischen Kunstschätzen im nordrhein-westfälischen Essen statt.
Vom 18. bis 29. Oktober 2006 wurde „Chinas Tibetische Kulturwoche“ in Österreich veranstaltet. Während der Kulturwoche wurden rund 200 Fotografien von hundert Fotografen aus 19 Ländern gezeigt. Diese Arbeiten präsentierten alle Bereiche des Lebens im heutigen Tibet: Politik, Wirtschaft, Kultur und Gesellschaft sowie das Alltagsleben der Bevölkerung der tibetischen Nationalität. Die Ausstellung wurde ergänzt durch 15 Tangka-Malereien, welche die tibetische Religion, Medizin und Pharmazie sowie die Geschichte der tibetischen Nationalität widerspiegeln. Außerdem gab das Gesangs- und Tanzensemble Qamdo für österreichische Zuschauer ein großes Gesangs-, Tanz- und Lyrikprogramm unter dem Titel „Die wunderbare Heimat“. Es wurde darin die Liebe der Tibeter zu Leben und Natur und ihre Sehnsucht nach dem Aufbau eines modernen Tibet zum Ausdruck gebracht. Im Rahmen von Symposien, Foren und akademischem Austausch berichteten vier Lebende Buddhas über den tibetischen Buddhismus und andere Aspekte Tibets. „Chinas Tibetische Kulturwoche“ ist bereits zu einem wichtigen Instrument des Kulturaustausches mit dem Ausland geworden. Nachdem „Chinas Tibetische Kulturwoche“ erstmals 2001 in Melbourne, Australien, veranstaltet worden war, fand sie bislang in weiteren sieben Ländern statt: Neuseeland, Kanada, Belgien, Thailand, Dänemark, Italien und Österreich. Abgesehen von Auslandsbesuchen tibetischer Delegationen, hat es noch andere Formen des Kulturaustausches gegeben: alle Bezirke, Städte und Regierungsabteilungen in Tibet empfingen im Jahr 2006 Delegationen aus mehr als 20 Ländern, etwa hundert Gruppen mit einer Gesamtzahl von mehr als 500 Beamten, Journalisten und bekannten Persönlichkeiten. Sie kamen zu Besichtigungszwecken oder zur journalistischen Recherche nach Tibet. Durch den Kontakt auf verschiedenen Ebenen konnte der Reiz tibetischer Kultur vermittelt und deutlich gemacht werden, dass sich in der Entwicklung der Wirtschaft und Gesellschaft Tibets ein großer Wandel vollzogen hat. |
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