04-05-2008 Beijing Rundschau
Yuan- und Ming-Dynastie
 

Yuan-Dynastie (1271-1368)

 

Im Jahr 1271 benannte der mongolische Herrscher Khublai Khan, der China erobert hatte und das heutige Beijing zu seiner Hauptstadt machte, seine Dynastie in ,,Yuan-Dynastie“ um. Bereits seit 1247 war Ü-Tsang (heute Lhasa, Xigaze und Ngari), also Zentraltibet, unter den Einfluss der Mongolen geraten.

Im Hinblick auf die Besonderheiten Tibets ergriff die Yuan-Dynastie für die Verwaltung Tibets eine Reihe politischer Maßnahmen von weitreichender Bedeutung.

— Einrichtung des ,,Zongzhi Yuan“ (Generalrat) (1288 wurde er in ,,Xuanzheng Yuan“ (Politischer Rat) umbenannt) als des Zentralorgans für die Verwaltung der Angelegenheiten Tibets. Der Kanzler übernahm das Amt des exekutiven Präsidenten des ,,Xuanzheng Yuan“, während ein vom ,,Lehrer des Kaisers“ (dem spirituellen Berater des Kaisers) empfohlener Mönch das Amt des Vizepräsidenten bekleidete.

– Ernennung tibetischer Mönche und Laien zu hochrangigen Beamten auf zentraler bzw. lokaler Ebene.

– Festlegung der administrativen Gliederung Tibets. Sie richtete in Ü-Tsang 13 ,,Zehntausend-Haushalte-Gemeinschaften“ und einige ,,Tausend-Haushalte-Gemeinschaften“ ein und erhob von ihnen Steuern.

 

Ming-Dynastie (1368-1644)

 

Im Jahr 1368 wurde die Yuan-Dynastie durch die Ming-Dynastie abgelöst. Die Zentralregierung der Ming-Dynastie zogen die alten kaiserlichen Edikte und die alten Amtssiegel der Yuan-Dynastie ein und ersetzte sie durch neue kaiserliche Edikte und neue Amtssiegel der Ming-Dynastie. Auf diese Weise hat die Ming-Dynastie in form des friedlichen Übergangs die staatliche Souveränität über Tibet geerbt. Anstatt das Beamtenssystem der Yuan-Dynastie fortzusetzen, hat die Ming-Dynastie ein eigenständiges Ernennungssystem für geistliche Beamte eingeführt. Sie belehnte die repräsentativen politischen und religiösen Führer aller Orte mit verschiedenen Titeln, verlieh ihnen Siegel und Belehnungsurkunden und wies sie an, ihren jeweiligen Ort zu verwalten. Die Vererbung ihrer Ämter musste vom Kaiser genehmigt werden.

Was die administrative Gliederung und die Einrichtung der militärischen und administrativen Organe betrifft, übernahm die Ming-Dynastie im Großen und Ganzen das System der Yuan-Dynastie. Sie praktizierte wie die Yuan-Dynastie ein militärisches und administratives System in Tibet und ernannte die lokalen geistlichen und weltlichen Führer zu Beamten militärischer und administrativer Organe aller Ebenen. Dazu verlieh die Zentralregierung der Ming-Dynastie ihnen entsprechende Amtssiegel und versah sie mit kaiserlichen Edikten.

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