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04-05-2008 Beijing Rundschau
Land-, Vieh- und Forstwirtschaft, Industrie und Bauwesen
Land-, Vieh- und Forstwirtschaft
Die Bauern der Hochebene bestellen ihre Felder.
Tibet gilt als ein Gebiet, in dem Land- und Viehwirtschaft die Hauptwirtschaftszweige sind. Aus umweltbedingten und aus historischen Gründen ist die Land- und Viehwirtschaft aber nur schwach entwickelt gewesen. Aufgrund ungünstiger Verkehrsverhältnisse wurden die meisten in Tibet hergestellten Agrarprodukte und tierischen Produkte nur in Tibet konsumiert, lediglich ein kleiner Teil von ihnen konnte in anderen Landesteilen vermarktet werden. Dank der Fertigstellung der Qinghai-Tibet-Eisenbahn wird der Verbindungsweg zwischen Tibet und dem Landesinnern erheblich verkürzt. Dies bietet eine günstige Chance für die Vermarktung einheimischer Agrarprodukte und beschleunigt deren Zugang zum außertibetischen Markt. Statistiken zufolge betrug 2006 der Gesamtproduktionswert der Land-, Vieh- und Forstwirtschaft sowie des Fischereiwesens 7,375 Milliarden Yuan, ein Plus von 6,3 Prozent im Vergleich zu 2005. Der Anteil der Landwirtschaft lag bei 3,23 Milliarden Yuan, ein Plus von 6 Prozent; der der Viehwirtschaft bei 3,208 Milliarden Yuan, ein Plus von 9,5 Prozent. Unter der Voraussetzung der Gewährleistung eines stabilen Getreideertrags hat Tibet in den letzten Jahren die Anbaufläche für ertragreiche Kulturpflanzen von guter Qualität, Futterpflanzen und Industriepflanzen erhöht. Gegenwärtig ergreifen die Bauern und Hirten neben der Entwicklung der traditionellen Land- und Viehwirtschaft die Chance, dank der Eröffnung der Eisenbahnlinie den Fremdenverkehr auszubauen. Dies wird zu einer Erweiterung ihrer Einnahmequellen führen. Im Jahr 2006 arbeiteten 29 000 Bauern und Hirten im Tourismusbereich, 49 Prozent mehr als im Jahr 2005; das Pro-Kopf-Einkommen im Touristiksektor betrug 5318 Yuan, gemessen an den Vorjahreszahlen ist dies eine Zunahme um das 1,53fache; der Trend zum schnellen Wachstum setzte sich hier weiter fort.
Landwirtschaft Tibet stützt sich bei der Transformation seiner traditionellen Landwirtschaft in eine zeitgemäße Landwirtschaft auf moderne Technik und die Verbreitung wissenschaftlich-technischen Fortschritts. So entwickelt sich eine leistungsfähige Landwirtschaft. Der Getreide- und Speiseölertrag pro Flächeneinheit und die Nutzungsrate der landwirtschaftlichen Produktionsmittel konnten bereits erhöht werden. Es zeichnet sich ein erfreulicher Trend zur Entwicklung der Agrarwirtschaft ab. Im Jahr 2006 betrug die gesamte Getreideanbaufläche 171 650 Hektar, 6030 Hektar weniger als im Jahr 2005. Der Getreideertrag pro Flächeneinheit lag bei 387 Kilogramm; der durchschnittliche Getreideertrag pro Hektar wuchs um 45 Kilogramm. Der realisierte Produktionswert der Landwirtschaft belief sich auf 3,23 Milliarden Yuan, ein Plus von 6 Prozent. Die Qingke-Gerste-Anbaufläche hat den größten Anteil an der Gesamtanbaufläche. Sie wurde auf 116 280 Hektar angebaut, 3990 Hektar weniger als im Vorjahr; 41 490 Hektar standen für Weizen zur Verfügung, 510 Hektar weniger als ein Jahr zuvor. Auf 24 050 Hektar wurde Raps kultiviert, 2000 Hektar weniger als im Jahr zuvor. Die Gemüseanbaufläche betrug 18 990 Hektar, ein Plus von 950 Hektar. Die Getreideproduktion betrug im ganzen Jahr 923 700 Tonnen, ein Minus von 1,1 Prozent gegenüber 2005; die Rapsproduktion betrug 54 500 Tonnen, ein Minus von 10,9 Prozent gegenüber 2005; die Gemüseproduktion betrug 450 000 Tonnen, ein Plus von 4,8 Prozent gegenüber 2005. In den letzten Jahren hat Tibet die Entwicklung der Land- und Viehwirtschaft tibetischer Prägung energisch angepackt, sieben Produktionslinien für die Herstellung von einheimischen Agrarprodukten und tierischen Produkten konnten eingerichtet werden. Dadurch wurde im dritten Jahr in Folge eine 5-prozentige Wachstumsrate der Land- und Viehwirtschaft erzielt. Im Jahr 2006 stellte Tibet einen Sonderfonds in Höhe von 240 Millionen Yuan für die Entwicklung von einheimischen Agrarprodukten und tierischen Produkten zur Verfügung, woraus 364 000 Bauern und Hirten Nutzen zogen. Das erhöhte Einkommen pro Bauer und Hirt betrug 660 Yuan. Gleichzeitig räumte Tibet der Ausbildung von Bauern und Hirten neuen Typs eine hohe Priorität ein: mit einem Kostenaufwand von 40 Millionen Yuan wurden 257 000 agrartechnische Instrukteure, Bauern und Hirten ausgebildet. Dadurch wurden das Wissen und die praktischen Fertigkeiten der Bauern und Hirten erweitert. Tibets wichtigste Getreideanbaugebiete befinden sich meistens in trockenen und halbtrockenen Zonen. Landwirtschaft ist in diesen Gegenden nur mit einem leistungsfähigen Bewässerungssystem möglich. Der Schlüssel zur Verbesserung der Produktion der Land- und Viehwirtschaft liegt daher in der Beschleunigung des Aufbaus der Bewässerungsanlagen und in der Erhöhung der Wassermengen. Im Jahr 2006 beschleunigte Tibet den Aufbau von Bewässerungszonen, die sich im Einzuggebiet des Nyang Qu-, des Lhasa- und des Yalong-Flusses befinden; Tibet erhöhte und verbesserte die Ackerbaufläche um 5333 Hektar und schuf dadurch günstige Voraussetzungen für reiche Ernten in der Landwirtschaft und Produktionssteigerungen in der Viehwirtschaft. Im Jahr 2007 treten 44 vom Autonomen Gebiet Tibet geplante Projekte für einheimische Agrarprodukte und tierische Produkte in die Durchführungsphase ein. Diese 44 Projekte betreffen sieben Bezirke bzw. Städte und 50 Kreise bzw. Städte und nehmen eine Investition von 360 Millionen Yuan in Anspruch. Die Gesamtinvestitionen enthalten staatliche Investitionen, von Bürgern aufgebrachte Geldmittel, Investitionen der Unternehmen und Beiträge in Form von Arbeitsleistungen seitens der Bewohner der betreffenden Gebiete. Der Anteil staatlicher Investitionen macht 61,07 Prozent aus. Mit Durchführung dieser Projekte wird Tibet eine Anzahl von Schlüsselunternehmen in der Land- und Viehwirtschaft aufbauen können, die in der Lage sein werden, agrarische und tierische Markenprodukte hervorzubringen. Damit wird die Wettbewerbsfähigkeit der Land- und Viehwirtschaft weiter erhöht. |
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