09-11-2007 Beijing Rundschau
Libo — ein Wunderland
Von Liu Wei

Im Mai 1988 wurde das Naturschutzgebiet Maolan zum Naturschutzgebiet auf Staatsebene eingestuft. Im Mai 1989 wurde ein Verwaltungsbüro in diesem Gebiet mit Genehmigung der Provinzregierung ins Leben gerufen. Ein dreistufiges Schutznetz, das sich aus dem Verwaltungsbüro, dem Team für Waldsicherheit und der Gruppe für Dorfsicherheit zusammensetzt, ist etabliert worden. Das Verwaltungspersonal vermittelt den einheimischen Bewohnern Kenntnisse über den Schutz der Naturressourcen und die Verhütung von Waldbränden sowie die diesbezüglichen Gesetze und Vorschriften. Darüber hinaus sind Maßnahmen ergriffen worden, um illegale Abholzung und Urbarmachung sowie illegale Jagd zu bekämpfen. Zugleich unternahm das Naturschutzgebiet mit den betreffenden Institutionen und Hochschulen gemeinsam Anstrengungen, um wissenschaftliche Forschung über das Karstwald-Ökosystem in Maolan durchzuführen.

Eine andere Aufgabe der Verwaltung ist, den einheimischen Bewohnern zu helfen, die Armut durch die Entwicklung der lokalen Wirtschaft zu beseitigen. Ran Jingcheng, Direktor des Verwaltungsbüros des Naturschutzgebiets Maolan, zufolge leben 8000 Menschen in 87 Dörfern in diesem Gebiet. Die meisten von ihnen sind Angehörige von nationalen Minderheiten, darunter Bouyei, Shui, Yao und Zhuang. Die Errichtung des Naturschutzgebiets hat zwar die Naturressourcen unter den Schutz gestellt, aber das Verbot von Holzkohlebrennung, Jagd und Sammlung von Pflanzen hat das Einkommen der einheimischen Bauern beeinträchtigt. Hinzu kommt, dass die einheimischen Bewohner seit langem ein abgeschlossenes Leben führen und kein Verständnis für die Bedeutung und Funktion des Naturschutzgebiets haben. So haben sie Abneigung gegen das Naturschutzgebiet.

Um dieses Problem zu lösen, wurde viel Arbeit geleistet, die in drei Perioden aufgeteilt werden konnte. Von 1989 bis 1993 wurde den Bauern, deren landwirtschaftliche Kulturpflanzen von Wildtieren verwüstet worden waren, Schadenersatz geleistet. Von 1994 bis 2000 wurde den einheimischen Bewohnern finanzielle Unterstützung gewährt, um ihnen bei der Beseitigung der Armut zu helfen. Von 2001 bis 2003 wurde ihnen mit Wissenschaft und Technik Hilfe geleistet, um ihre traditionelle rückständige Produktionsweise zu verändern und unter der Voraussetzung, der ökologischen Umwelt und den Naturressourcen keinen Schaden zuzufügen, die lokalen Ressourcen rationell zu nutzen.

Mittlerweile ist eine Reihe von effektiven Maßnahmen zur Erhaltung des Gleichgewichts zwischen Mensch und Natur ergriffen worden. Beispielsweise bauten die einheimischen Bewohner früher kein Gemüse an, sondern kauften mit dem Geld, das sie durch Holzkohlebrennung verdienten, Gemüse. Angesichts dieser Situation veranstaltete das Verwaltungsbüro des Naturschutzgebiets für die Einheimischen Ausbildungskurse über den Gemüseanbau. Jetzt beherrschen immer mehr Einheimische die Technik für den Gemüseanbau und haben dadurch ihr Einkommen erhöht.

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