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Zwei-Kind-Politik sorgt für Babyboom

  ·   2016-08-05  ·  Quelle:Beijing Rundschau
Stichwörter: Ein-Kind-Politik
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Ein Bettenmangel auf vielen Entbindungsstationen und Hochkonjunktur für Babyprodukte sind Anzeichen dafür, dass das Ende der Ein-Kind-Politik in diesem Jahr für ein Wachstum der Geburtenraten verantwortlich sein wird.

 

Letztes Jahr gab Chinas oberster Gesetzgeber seine Pläne bekannt, die Ein-Kind-Politik durch neue Bestimmungen zu ersetzen, welche es allen Paaren in China erlauben würden, zwei Kinder zu haben. Anscheinend steht nun ein kleiner Babyboom kurz bevor, denn die neuen Bestimmungen, welche dieses Jahr in Kraft traten, zeigen bereits erkennbare Wirkung.

In der südchinesischen Stadt Shenzhen erwartet Yang Yin gerade ihr zweites Kind. Ihr zufolge ist die Zahl der schwangeren Mütter im Vergleich zum Vorjahr stark gestiegen. Daher müsse sie medizinische Untersuchungstermine drei bis vier Monate im Voraus machen.

„Das Krankenhaus ist seit Februar tagtäglich voll von schwangeren Müttern. Die Menschen haben damit angefangen, bereits früh am Morgen für Untersuchungen anzustehen, sodass ich für jede mindestens 30 Minuten zu warten habe. Daher musste ich zwei Familienmitglieder bitten, um für mich jeweils in einer Schlange zu stehen. Andernfalls könnte ich nicht alle notwendigen Untersuchungen an einem Tag machen lassen.“

Yangs Fall ist derzeit nicht ungewöhnlich in China. Viele Krankenhäuser klagen über einen Mangel an Betten in der Geburtshilfe, während Ärzte durch die schiere Zahl an Patienten überlastet werden.

 

 

Liu Lihua, stellvertretender Leiter der Entbindungsstation am Shenzhener Krankenhaus für Maternität und Pädiatrie, erklärt: „Wir haben 45 Betten im fünften Trakt der Geburtshilfe und haben heute noch einmal 30 weitere hinzugefügt. Diese Situation begann im April, obwohl die Hochsaison in der Vergangenheit eigentlich im August oder September lag.“

2016 ist nach dem Chinesischen Mondkalender das Jahr des Affen. Liu Lihua vermutet, dass auch dies die Zahl der Neugeborenen erhöht hätte, da Kinder als besonders klug und selbstbewusst gelten, die im Jahr des Affen geboren werden.

Nach Schätzungen der chinesischen Behörden für Familienplanung werden im Zuge der Zwei-Kind-Politik in den nächsten fünf Jahren ungefähr drei Millionen zusätzliche Neugeborene erwartet, welche damit die Gesamtzahl auf 21 Millionen erhöhen. Diese Zahlen besitzen auch für Chinas Wirtschaft eine wichtige Bedeutung.

Mit geschätzten jährlichen Ausgaben von 16.000 Yuan (rund 2.160 Euro) für jedes Neugeborene, wird ein Konsumplus von bis zu 50 Milliarden Yuan (6,76 Milliarden Euro) erwartet. Das Geschäft für Produkte der Gesundheitspflege sowie für Mutter-Kind-Produkte wird davon direkt betroffen werden.

Unter 28 Unternehmen, die in China im Geschäftsfeld für Kleinkindpflege aktiv sind, haben 21 bereits ihre Halbjahresberichte veröffentlicht. Sieben von ihnen berichten von einem Anstieg von über 100 Prozent der Nettogewinne und drei Unternehmen konnten sogar ein Umsatzplus von 300 Prozent verbuchen.

Huang Jun ist Analyst bei China Merchants Securities, einer der größten Wertpapierhandelsunternehmen Chinas und erklärt: „Einige Berichte zur ersten Jahreshälfte zeigen dank der Zwei-Kind-Politik über den Erwartungen liegende Ergebnisse. 2016 wird eine explosionsartige Wachstumsrate für Neugeborene sehen.“

Die Ein-Kind-Politik wurde hauptsächlich deswegen abgeschafft, um mit Blick auf eine rasant alternde Gesellschaft wieder eine demographische Balance in China zu schaffen. Laut Prognosen chinesischer Forscher wird mehr als ein Viertel der Bevölkerung Chinas bis 2050 über 65 Jahre alt sein.

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