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Reform der Weltordnung

Von Lan Xinzhen  ·   2018-02-06  ·  Quelle:Beijing Rundschau
Stichwörter: Weltordnung;China
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Der Vorwurf, dass China versuche, die gegenwärtige internationale Ordnung zu reformieren, wird oft von westlichen Medien geäußert. Aber will China wirklich eine solche Veränderung herbeiführen? Die Bemerkungen des chinesischen Staatspräsidenten Xi Jinping bei zahlreichen internationalen Anlässen deuten darauf hin, dass dies nicht der Fall ist. China ist in der Tat ein Nutznießer des gegenwärtigen internationalen Systems, und der Reform- und Öffnungsprozess passt Chinas innenpolitische Bedingungen fortlaufend daran an, um dieser Weltordnung besser gerecht zu werden. 

Schwellenländer wie China spielen eine zunehmend aktive Rolle auf der internationalen Bühne und üben mehr Einfluss auf die Global Governance aus. Während die Globalisierung neue Höhen erreicht, bewegen sich die westlichen Länder in Richtung Konservatismus. Die Forderungen nach einer Verbesserung des Systems nehmen also zu. 

Die Schwellenländer haben nicht die Absicht, das gegenwärtige System der internationalen Ordnungspolitik zu stürzen, aber sie hoffen, dass durch die Reform ein adäquateres System entsteht, so dass die Ordnung den neuen Gegebenheiten der internationalen Situation entspricht und diese widerspiegelt. In der gegenwärtigen Situation sowohl der internationalen politischen als auch der wirtschaftlichen Strukturen gibt es unzählige unlösbare systembezogene Probleme. 

Der gegenwärtige Rahmen der internationalen Politik nahm nach dem Zweiten Weltkrieg Gestalt an und wird von westlichen Nationen dominiert, um deren Interessen zu vertreten. Doch 70 Jahre nach dem Krieg ist die Welt nicht mehr dieselbe und monumentale Veränderungen haben stattgefunden. Trotz ihres Aufstiegs in Bezug auf Macht und Status haben die Entwicklungsländer ihre Sorgen lange Zeit vernachlässigt,