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China übernimmt die Führung bei der globalen Energiewende

Von Zhang Shasha  ·   2019-10-18  ·  Quelle:Beijing Rundschau
Stichwörter: Wind;Hebei
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Es bestehen aber auch Risiken. Zhang Chunguang, Geschäftsführer von CanadianSolar, einem globalen Energieversorger, sagte vor einigen Jahren, dass mehr als 90 Prozent der chinesischen PV-Produkte exportiert wurden. Doch protektionistische Maßnahmen sowohl in den USA als auch in der EU haben viele chinesische Unternehmen hart getroffen. Sie zogen daraus die Lehre, dass sie bisher zu stark von den Überseemärkten abhängig waren. 

Derzeit verringern diese Unternehmen ihre Abhängigkeit von einzelnen Auslandsmärkten und diversifizieren ihre Optionen in den Schwellenländern. Dennoch sehen sie sich mit Herausforderungen wie einer unzureichenden Informationslage sowie einem knüppelharten Verdrängungswettbewerb konfrontiert. 

Dieses Photovoltaikprojekt bei Lishui in der ostchinesischen Provinz Zhejiang kombiniert die solare Energieerzeugung mit der Landwirtschaft. (Foto: Xinhua) 

Die Zukunft annehmen 

Trotz vieler Wendungen hat Chinas neuer Energiesektor, vertreten durch die Wind- und Solarindustrie, ein sprunghaftes Wachstum erlebt und ist damit ein Highlight des Energiekonsums. Er spielt auch eine führende Rolle bei der Transformation der globalen Energiestruktur. 

China hat sich verpflichtet, seine Kohlendioxidemissionen pro 10.000 Yuan (1.400 $) des BIP bis 2030 um 60 bis 65 Prozent gegenüber dem Niveau von 2005 zu senken und den Anteil der nicht-fossilen Energieträger am Energiemix auf rund 20 Prozent zu erhöhen. 

Die Balance zwischen Wirtschaftswachstum und Umweltschutz ist jedoch eine schwierige Herausforderung, der sich die internationale Gemeinschaft stellen muss. 

He Jiankun, Leiter des Instituts für kohlenstoffarme Wirtschaft an der Tsinghua-Universität, sagte am 22. August auf dem Guoshi-Forum in Beijing, dass die Senkung der BIP-Kohlenstoffintensität mit großem Abstand die wichtigste Strategie zur Koordinierung von Entwicklung und CO2-Reduktion sei, und die grundlegenden Wege dazu seien Energieeinsparungen einerseits und ein kohlenstoffarmer Energiemix andererseits. 

Während China sich der Verringerung des Verhältnisses von Energieverbrauch zu BIP durch beschleunigte industrielle Umstrukturierung widmet, wird gleichzeitig auch eine Reform zur Kohlenstoffeinsparung durchgeführt, da das Land laut He keine Mühen scheut, um die Entwicklung neuer Energien zu fördern. 

Da die staatlichen Subventionen allmählich auslaufen würden und die Einspeisevergütung für neue Energieträger der traditionellen Energie entspreche, könne sie in Zukunft um 8-10 Prozent wachsen. Unterdessen werde der Gesamtenergiebedarf nur um 2-3 Prozent steigen, was die Anpassung der Energiestruktur beschleunige, erklärte He weiter. 

„Derzeit beträgt Chinas Einspeisevergütung für neue Energien durchschnittlich 0,35-0,4 Yuan (4-5 Cent) pro kWh, während die für Kohlekraft 0,4 Yuan pro kWh beträgt“, sagte Zhou Hongjun, stellvertretender Dekan des Instituts für Neue Energien der China University of Petroleum in Beijing, gegenüber der Beijing Rundschau. „Bei dem derzeitigen Wachstumstempo wird sie bis 2030 bei 0,15 Yuan (2,1 Cent) pro kWh liegen. Zu diesem Zeitpunkt wird sich der fossile Energieverbrauch grundlegend verändern, da einige Kohlekraftwerke dann geschlossen werden sollen“, sagte Zhou. 

Laut einem kürzlich von REN21, einer UN-Beratungsagentur für erneuerbare Energien, veröffentlichten Bericht ist China seit sieben Jahren in Folge der größte Investor in erneuerbare Energien. Seine Investitionen machten 2018 mit 91,2 Milliarden Dollar fast ein Drittel der weltweiten Gesamtinvestitionen in dem Bereich aus. 

„Es ist von Vorteil, saubere Energie zu entwickeln, da dies der letzte Weg zur Verbesserung der nationalen Energiesicherheit ist“, sagte Zou Ji, Präsident der Energy Foundation China, auf dem Forum. Derzeit würden in China fast 70 Prozent des Erdöls und 50 Prozent des Erdgases importiert. Wenn das Land nun auf erneuerbare Energien setze, sei das ein Segen für die Energiesicherheit, fügte er hinzu. 

„Selbst angesichts des wirtschaftlichen Abwärtsdrucks und der globalen Unsicherheiten kann die kohlenstoffarme Reform nicht gestoppt oder verzögert werden“, sagte Zou. „Ihre Beendigung würde ebenso schädlich sein wie die Einstellung der Modernisierung. Wenn wir die aktuellen Chancen nicht nutzen, werden wir in Zukunft dafür bezahlen müssen.“ 

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