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Der Klang von Hunan

Von Ding Ying  ·   2015-09-14  ·  Quelle:Beijing Rundschau
Stichwörter: Hunan
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 Die traditionellen Tänze und Gesänge der Provinz sind bis heute lebendig. 

 

Lokale Kunst: Zwei Schauspieler führen eine Szene eines traditionellen Stückes der Hunan Oper auf 

 

Kunst an der Puppe: Ein Darsteller eines Hunan Puppentheaterstückes 

Die Provinz Hunan im Herzen Chinas blickt auf eine lang zurückreichende Kultur herausragender Opern zurück. Hunans Operntradition ist längst Teil des kulturellen Erbes der Provinz geworden und örtliche Opern entwickeln und wandeln sich bis heute.

 Ein reichhaltiges Repertoire 

In Hunan unterscheidet man 19 verschiedene Arten lokaler Opern. Die Aufführungen spiegeln nicht nur die kulturelle Vielfalt der Provinz wider, sondern weisen auch Parallelen zu Buddhismus, Taoismus, Konfuzianismus und anderen örtlichen Kulturen auf. 

Längere Opern wie die Hunan Oper, Hunan Kunqu Oper oder Qiju Oper zeigen Einflüsse von vielen der anderen Operschulen Chinas. Allerdings sind sie umgeformt, umstrukturiert und somit Hunans Kultur angepasst worden. 

Die Hunan Oper erfreut sich besonders im Osten der Provinz sowie in den Nachbarprovinzen Jiangxi und Guangdong großer Beliebtheit. Der Ursprung der Oper liegt in der Ming Dynastie (1368-1644), als die Inszenierungen zuerst Liebengeschichten oder moralische Märchen waren. Später, in den 1910er Jahren und während des Zweiten Weltkriegs, entstanden viele neue Opern, die zu einer demokratischen Revolution und der Erhebung gegen die japanischen Angriffe aufriefen. In den letzten Jahrzehnten war die örtliche Politik bemüht, diese Tradition wieder ins Leben zu rufen, indem sie die Sammlung und Aufbewahrung der alten Werke durch ehemalige Schauspieler organisierte. Im Mai 2006 wurde die Hunan Oper in Chinas ersten Satz des landesweiten, immateriellen Kulturerbes aufgenommen. Heute gehören etwa 700 Aufführungen voller Länge zur Hunan Oper sowie ca. 500 unvollständige Stücke. 

Die Hunan Kunqu Oper ist eine ganz besonders interessante Variante der Kunqu Oper. Nachdem diese im späten 16. bis frühen 17. Jhd. nach Hunan importiert wurde, bereicherten die Schauspieler die Aufführungen mit der örtlichen Kultur und Sprache und schufen so eine einzigartige Bereicherung für die chinesische Oper. 

Die Qiju Oper ist eine andere Opernvariante, auf die Hunans Bewohner stolz sind. Diese Kunstform stammt aus Qiyang, im Südwesten der Provinz, und weist eine 400 Jahre längere Geschichte als die Peking Oper auf. Seit ihrem Beginn hat sich die Qiju Oper in das Autonome Gebiet der Zhuang-Nationalität Guangxi ausgebreitet, in die Provinzen Jiangxi, Fujian, Guizhou bis in das Uigurische Autonome  Gebiet Xinjiang im Nordwesten Chinas, wo sie überall örtliche Opern und andere Inszenierungen beeinflusst hat. 

Huagu ist eine Form der kurzen Oper, die sich ursprünglich aus bekannten Volksliedern in Hunan im 18. Jhd. entwickelte und sich später auch in Hubei, Jiangxi, Anhui, Henan und Shaanxi verbreitete. Laut Zou Shiyi, einem ehemaliger Wissenschaftler am Hunan Kunstinstitut, könnte diese Form der Oper von Bauern erschaffen worden sein, um ihre Arbeitspausen zu füllen. Die Huagu Oper, deren Name übersetzt etwa „Blumen-Trommel Oper" bedeutet, ist normalerweise mit Blumen verschiedener Jahreszeiten ausgestattet, also der Ernte der jeweiligen Saison, wobei die Geschichten i.d.R. Volksmärchen sind. Der Gesang ist meistens fröhlich und lustig und die flinken Tänze der Huagu Oper imitieren das ländliche Leben in Hunan, wie Teepflücken, das Drehen einer Handmühle und Rudern. 

Doch abseits der bekanntesten Opernschulen in Hunan gibt es dort noch eine ganze Reihe weniger bekannte Opern und andere Schauspiele, wie z.B. Puppen- und Schattentheater. Das Hunan Schattentheater wurde ebenfalls bereits in Chinas immaterielles Kulturerbe aufgenommen.  

Das Erbe bewahren 

Zou untersucht seit Jahrzehnten Hunans Opern. Aus seinen Statistiken geht hervor, dass es heutzutage nur noch neun professionelle Qiju Operngruppen gibt, 70 Prozent weniger als noch 1983, von denen nur fünf regelmäßig Inszenierungen aufführen. Auch die Tradition der Huagu Oper scheint sich aufzulösen, heute bleiben nur noch elf aktive Schauspielgruppen übrig. Für kleinere Opernarten finden sich meist keine professionellen Gruppen, die sich nur ihnen widmen. Generell beklagen heutige Schauspielensembles einen Mangel an Schauspielern und schwache Zuschauerzahlen. 

 Zou ist der Ansicht, dass für verschiedene Opern, je nach ihrem Zustand, unterschiedliche Erhaltungsmaßnahmen ergriffen werden sollten. Er plädiert dafür, den Aufbau und Erhalt von Opern zu unterstützen, die ein Publikum finden, ohne Gewinne zu erzielen. Außerdem sollten Opern, die gewisse kulturelle, soziale oder ökonomische Werte vermitteln, einen Fokus auf die Ausbildung einer neuen Generation von Schauspielern setzen. Es sei sehr wichtig, neue und moderne Stücke zu entwickeln, statt auf traditionelle Opern zu beharren und überhaupt sollten ausländische Einflüsse oder solche aus anderen chinesischen Opernarten in die Hunan Oper integriert werden. 

Die Zukunft der Hunan Oper sieht Zou optimistisch -- seiner Meinung nach fehlt es traditionellen Opern nicht an Zuschauern. Auch die Regierung widmet den Inszenierungen immer mehr Aufmerksamkeit und hat in Hunan mehrere Center zum Schutz des kulturellen Erbes eingerichtet, die traditionellen Opern Schauspieler und Geldmittel zur Verfügung stellen. „Die Oper wird weder verkommen noch aussterben", so Zou. 

Zum Schutz der Hunan Oper ergreift die Provinzregierung verschiedene Maßnahmen, um die Entwicklung der Oper zu fördern, z.B. durch Finanzierung regelmäßig veranstalteter, lokaler Aufführungen. Ein weiteres Projekt ist das „öffentliche Theater", bei dem Laiendarsteller und Fans verschiedener lokaler Opern die Möglichkeit haben, vor Publikum ihr Können zu zeigen. Die Regierung ermutigt professionelle Schauspielgruppen ebenfalls dazu, in den ländlichen Gegenden der Provinz auf Tour zu gehen. 

Die politischen Maßnahmen zeigen ihre Wirkung. Noch vor einem Jahrzehnt war die Hunan Oper, konfrontiert mit der Moderne, kurz vor dem Aussterben, meint Zhang Kelang, Leiter des Theaters für Hunan Oper in der Provinz. Damals fehlte es sowohl an Zuschauern wie an Schauspielern – Zhangs Theater bestand damals nur aus 37 Darstellern. „Ein vollständiges Stück einer Hunan Oper benötigt mindestens 100 Schauspieler. Damals konnten wir keine ganze Vorführung eines der traditionellen Stücke liefern", erinnert sich Zhang. 

In den letzten Jahren hat das Theater allerdings große finanzielle Unterstützung erhalten und etwa 9 Millionen Yuan (ca. 1,5 Mio. Dollar) in die Entwicklung neuer Stücke und die Reparatur seiner Infrastruktur gesteckt, erzählt Zhang. Außerdem habe das Theater in den letzten zehn Jahren 37 junge Nachwuchsschauspieler ausgebildet. „Sie sind nun die Hoffung und die Zukunft der Hunan Oper", so Zhang. 

   

  

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