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Niedrigere Zölle, größere Vorteile

  ·   2017-12-12  ·  Quelle:Beijing Rundschau
Stichwörter: Zölle;WTO;Milchindustrie
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Die Senkung der Zölle auf eine breite Palette von Konsumgütern wird ausländischen Marken auf dem chinesischen Markt zugutekommen und langfristig auch den inländischen Produzenten Auftrieb verleihen. 

Mit Wirkung ab diesem Monat werden die Zölle von Produkten aus insgesamt 187 Kategorien, darunter Babynahrung, Windeln und Kosmetika, von durchschnittlich 17,3 Prozent auf 7,7 Prozent gesenkt, während die derzeit für bestimmte Arten von Babynahrung und Wegwerfwindeln geltenden Zölle auf Null gesenkt werden, teilte das Finanzministerium am 24. November mit. 

Die Reduzierung wird den Verbrauchern einen billigeren Zugang zu jenen hochwertigen und spezialisierten Produkten ermöglichen, die in China nicht hergestellt werden können, um die steigende Inlandsnachfrage zu befriedigen, sagte das Ministerium.  

Der neue Plan spiegelt die Zusage der Regierung wider, die Importe zu stärken, den Binnenmarkt zu öffnen und einen ausgewogeneren Außenhandel zu etablieren. 

Die Zollsenkungen spielen Unternehmen wie der Nestlé AG und Danone in die Hände, da chinesische Eltern aufgrund historischer Probleme mit einheimischen Babyartikeln in der Regel ausländische Marken bevorzugen.  

Untersuchungen von GF Securities CO. Ltd. haben ergeben, dass rund 50 Prozent des chinesischen Marktes in Sachen Babynahrung durch ausländische Markenprodukte gesättigt werden. 

Laut Analysis.cn, einem chinesischen Marktforschungsunternehmen, bevorzugen rund 73 Prozent der Verbraucher in Städten der ersten Kategorie (first-tier cities; Chinas am höchsten entwickelte Städte) importierte Babynahrung gegenüber einheimischen Marken.  

Die Zollreduzierungen haben dazu geführt, dass die Aktien von Nestlé und Danone am Tag der Bekanntgabe in die Höhe schnellten.  

Laut einem Bericht von Goldman Sachs wird der Umsatz der chinesischen Milchindustrie voraussichtlich um rund 15 Prozent steigen und bis 2020 etwa 123 Milliarden Yuan (17 Milliarden US-Dollar) erreichen. 

China plant zudem, die Importe zu erhöhen, um sowohl die Inlandsnachfrage zu befriedigen als auch die Beschwerden über seinen massiven Handelsüberschuss zu beschwichtigen.  

Wang Bingan, Chinas Vize-Handelsminister, versprach im Rahmen der Importförderung fiskal- und geldpolitische Unterstützung für niedrigere Zölle auf Konsumgüter, schnellere Zollabfertigung und weniger Bürokratie. 

Nach Angaben der World Tourism Organization gaben chinesische Touristen im Jahr 2016 etwa 261 Milliarden Euro in Übersee aus, das sind 12 Prozent mehr als im Vorjahr. Wenn ein Drittel dieser Summe in Inlandsverbrauch umgewandelt werden könnte, würde sich der Beitrag des Konsums zum BIP des Landes laut Experten um einen Prozentpunkt erhöhen. 

Während der neue Schritt kurzfristig einen Schlag für die heimischen Produkte bedeuten könnte, wird er langfristig wahrscheinlich zu Qualitätsverbesserungen und niedrigeren Preisen führen.  

Chinas heimische Milchindustrie hat ihre Glaubwürdigkeit nie vollständig wiedererlangt, nachdem sie im Jahr 2008 einen gigantischen Skandal ausgelöst hatte. Die Säuglingsanfangsnahrung, die von der Sanlu-Gruppe, damals ein führendes Molkereiunternehmen in der nordchinesischen Provinz Hebei, hergestellt wurde, wurde mit dem chemischen Melamin verunreinigt, was zum Tod von sechs Säuglingen führte und Tausende andere Babys krank machte.  

Die Auswirkungen des Vorfalls waren in der gesamten Branche spürbar und führten schließlich zu einer Verbesserung und stärkeren Kontrolle der Produktions- und Lieferprozesse der einheimischen Anbieter von Säuglingsanfangsnahrung.  

Der Verband Chinesischer Milchhersteller hat bekanntgegeben, dass 99,5 Prozent der im Jahr 2016 kontrollierten Milchprodukte dem Standard entsprachen und dass seit sieben Jahren keine illegalen Zusatzstoffe, einschließlich Melamin, in Milchprodukten nachgewiesen wurden.  

Yang Zhiyong, ein Forscher der Chinesischen Akademie der Sozialwissenschaften, sagte, die Hoffnung sei, dass niedrigere Zölle den Wettbewerb zwischen in- und ausländischen Marken erhöhen würden, was wiederum Chancen für einheimische Produzenten schaffen würde.  

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