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Die Wahrheit hinter dem Handelsungleichgewicht zwischen China und den USA

Von Zhang Zhengfu, Lu Yun und Cheng Jing  ·   2018-04-18  ·  Quelle:Beijing Rundschau
Stichwörter: China;USA;Handelskonflikt
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Defizite Made in USA 

Statistische Unterschiede beiseite, die Tatsache, dass die Vereinigten Staaten nicht nur ein Handelsdefizit mit China, sondern auch mit vielen anderen Ländern aufweisen, bedeutet, dass die Ursache für das Ungleichgewicht in der US-Wirtschaftsstruktur liegt, welche durch geringe Ersparnisse und hohen Verbrauch negativ auffällt. 

In den vergangenen Jahrzehnten haben US-Unternehmen ihre Produktionsstandorte in Länder mit billigen Arbeitskräften und niedrigen Kosten verlagert, was ihre Gewinne steigerte und den Verbrauchern zugute kam. 

In einer Welt, deren Wohlstand auf dem freien Handels- und Investitionsfluss beruht, haben die preissensiblen Verbraucher weitgehend die Richtung des Handels bestimmt, sei es für Exporte oder Importe. 

China sei ein wichtiger Markt gewesen, auf dem die Vereinigten Staaten ihr schnellstes Exportwachstum verzeichnen konnten, und eine wichtige Ursache für das Handelsungleichgewicht sei die Tatsache, dass viele US-Waren auf dem chinesischen Markt weniger wettbewerbsfähig sind, sagte Long Guoqiang, stellvertretender Direktor des Entwicklungsforschungszentrums des Staatsrates. 

Lösungen für das Handelsdefizit der USA und Chinas seien nicht durch eine Reduzierung der Importe aus China zu erreichen, sondern durch US-Unternehmen, die ihre Produkte wettbewerbsfähiger machen, sagte er. 

Das sieht auch Joe Kaeser, Vorstandsvorsitzender der Siemens AG, so. 

Ich glaube, man sollte den Mangel an Wettbewerbsfähigkeit nicht mit unfairem Handel verwechseln. Wenn es den Unternehmen an Wettbewerbsfähigkeit mangelt, müssten sie in Innovation und Personalentwicklung investieren, um aufzuholen, sagte er vor Journalisten auf dem China Entwicklungsforum (CDF) in Beijing. 

Wie China wiederholt betont hat, ist das Handelsungleichgewicht zwischen den beiden Ländern hauptsächlich auf unterschiedliche Wirtschaftsstrukturen, industrielle Wettbewerbsfähigkeit und internationale Arbeitsteilung zurückzuführen, und China hat nie einen Handelsüberschuss angestrebt, da der Handelsfluss vom Markt bestimmt wird. 

Ein weiterer Faktor, der oft übersehen werde, sei, dass die US-Kontrolle der Hightech-Exporte nach China entscheidend zum Handelsdefizit mit China beigetragen habe, sagte Minister Zhong Shan Anfang dieses Monats und zitierte einen US-Forschungsbericht, der einen Rückgang des Handelsdefizits mit China um 35 Prozent schätzte, wenn die Vereinigten Staaten die Exportbeschränkungen lockerten. 

Unerschütterlich in der Öffnung 

Im Umgang mit Wirtschaftsbeziehungen zu anderen Ländern ist ein Handelsüberschuss nicht das, was China anstrebt. Angesichts von Rückschlägen in der wirtschaftlichen Globalisierung und im Freihandel ist China bei der Öffnung seiner Wirtschaft weiterhin unerschütterlich. 

Ein gutes Beispiel dafür stellt die Öffnung des Dienstleistungssektors dar. Obwohl China ein großes Defizit im Dienstleistungshandel mit den Vereinigten Staaten aufweist, hat es große Schritte unternommen, um den Sektor weiter zu öffnen, und weitere Maßnahmen sind in Vorbereitung. 

Vize-Handelsminister Wang Shouwen sagte am Sonntag, dass China den Marktzugang in den Bereichen Finanzen, Telekommunikation, Gesundheitswesen, Bildung und Altenpflege für ausländische Investoren erweitern und die Beschränkungen für ausländische Beteiligungen an Finanzunternehmen, einschließlich Banken, Maklerfirmen und Fonds, lockern werde. 

Wir werden Zeitpläne und strategische Entwicklungspläne für die Öffnung von Sektoren wie Finanzen, neue Energieträger und Tankstellen vorstellen, sagte Wang beim China Entwicklungsforum in Beijing. 

Wir haben wie immer den freien, fairen Handel unterstützt, sagte er. 

China hat 120 Industrien für ausländische Investoren geöffnet und damit das Ziel von 100 Industrien übertroffen, das mit dem Beitritt Chinas zur Welthandelsorganisation vor fast zwei Jahrzehnten gesetzt wurde. 

In den Freihandelszonen habe die Regierung viele Sektoren vollständig liberalisiert, die von ausländischen Investoren genau beobachtet werden, einschließlich Kreditratings, Buchhaltung, E-Commerce, Batterien (power batteries) und Ausrüstung für den Eisenbahnverkehr, sagte Wang. 

China habe auch die Bürokratie bei ausländischen Investitionen abgebaut und viele Genehmigungsverfahren vereinfacht oder abgeschafft und in Zukunft sei mit noch mehr vorteilhafter Politik zu rechnen, so der Vizeminister. 

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