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Neues Areal der FHZ Shanghai soll Vorsprung bei aufstrebenden Industrien stärken

Von Shi Jing  ·   2019-08-14  ·  Quelle:Beijing Rundschau
Stichwörter: Freihandelszone;Shanghai
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Eine Fußgängerin vor dem Eingangsbereich der Freihandelszone (FHZ) Shanghai. Foto: IC 

Seit der chinesische Staatsrat am Dienstag bekanntgegeben hat, dass die Shanghaier Pilot-Freihandelszone (FHZ) um die Lingang New Area erweitert wird, steht Song Changjuns Telefon nicht mehr still. Tag und Nacht wird er mit Telefonanrufen und Nachrichten von lokalen Immobilienagenturen bombardiert, die für Wohnungen und sogar Villen in der Gegend Werbung machen. 

Doch der 34-jährige Song, Manager eines vor sechs Jahren in Lingang ansässig gewordenen IT-Unternehmens, interessiert sich eigentlich nicht so sehr für Immobilien. Dennoch zeigten die vielen Anrufe und Nachrichten bei ihm Wirkung. 

Drei Tage nach Bekanntgabe des Ausbauplans stattete Song dem Verwaltungszentrum der Zone einen Besuch ab – trotz der Warnung der Stadtverwaltung, dass die Menschen an diesem Tag aufgrund der Bedrohung durch „Lekima“, den bisher stärksten Taifun in diesem Jahr, lieber drinnen bleiben sollten. Doch auch der durch die Straßenschluchten peitschende Regen konnte den jungen Manager nicht aufhalten. 

Der Zweck seines kurzen Besuchs war einfach: Song war neugierig geworden. Er wollte sich mit den Möglichkeiten und Chancen vertraut machen, die der Plan, Lingang in die FHZ Shanghai aufzunehmen, für sein Unternehmen bereithalten könnte. 

„Ich war zuletzt im Mai wegen einiger Firmenangelegenheiten hier. Das gesamte Zentrum ist in weniger als drei Monaten renoviert worden, wobei am Eingang ein Beratungsschalter für potenzielle Investoren eingerichtet wurde. Ich habe den Eingliederungsplan nach seiner Bekanntgabe mehrmals durchgelesen. In ihm wird der Realwirtschaft und insbesondere der modernen Fertigungsindustrie große Bedeutung beigemessen", sagte Song. 

Laut dem Plan, die Lingang New Area in die FHZ Shanghai aufzunehmen, müssen Unternehmen, die sich auf Schlüsselindustrien wie integrierte Schaltkreise, künstliche Intelligenz, Biomedizin und Zivilluftfahrt spezialisiert haben, für fünf Jahre nach ihrer Registrierung in dem Gebiet eine Gewerbeertragsteuer von lediglich 15 Prozent abführen. Der normale Gewerbesteuersatz beträgt in China in der Regel 25 Prozent. 

Noch wichtiger ist, dass die 119,5 Quadratkilometer große Lingang New Area durch die Aufnahme in die FHZ Shanghai bis 2035 planmäßig zu einer Wirtschaftssonderzone mit starkem globalen Markteinfluss und großer Wettbewerbsfähigkeit heranwachsen soll. 

Sun Yuanxin, Professor an der Shanghai University of Finance and Economics, sagte, dass Lingang nicht nur die Oberhand über die vier im Plan genannten Schlüsselindustrien gewinnen, sondern auch bei der Entwicklung von Smart Manufacturing, neuen Elektrofahrzeugen und Big Data die Führung übernehmen werde. 

„Die Definition des neu angeschlossenen Gebiets als Wirtschaftssonderzone wird mehr aufstrebende Industrieunternehmen dazu ermutigen, sich in Lingang niederzulassen. Der Stadt Shanghai wird dies dabei helfen, noch mehr und bessere Ergebnisse in strategisch wichtigen Branchen zu erzielen, was dem Weg der Entwicklung des Landes entspricht", sagte er. 

Lingang, im äußersten Südosten des östlichen Shanghaier Stadtteils Pudong gelegen, hat seit dem Beginn des Baus eines Industrieclusters durch die Stadtverwaltung im Jahr 2003 viele Erfolge in der Fertigungsindustrie erzielt. Auch KI-Giganten wie Cambricon und SenseTime haben sich inzwischen in Lingang niedergelassen. 

Der Verwaltungsausschuss von Lingang hat im Mai 2018 einen Plan zum Bau einer Demonstrationszone vorgelegt, die es ermöglicht, fahrerlose Autos, Boote und sogar Flugzeuge zu testen. Teslas Gigafactory in Shanghai, die über 50 Milliarden Yuan an Investitionen anzog, befindet sich ebenfalls auf dem Areal der Lingang New Area. 

Die Leistungsfähigkeit von Lingang in der High-End-Produktion sei insbesondere in einer Zeit, in der die wirtschaftliche Entwicklung Chinas weltweit mit wachsenden Unsicherheiten konfrontiert ist, von höchster Bedeutung, sagte Yin Chen, Generalsekretär des FHZ-Forschungsinstituts an der Fudan-Universität. 

„Es ist jetzt von größter Bedeutung, die industrielle Wettbewerbsfähigkeit des Landes zu stärken und an die Spitze der Wertschöpfungskette zu gelangen. Zu diesem Zweck ist die verbesserte Fähigkeit zur Innovation in Wissenschaft und Technologie ein Muss für die Stadt und für das Land im Allgemeinen", sagte Yin. 

Angesichts des höheren Öffnungsgrades, der sich aus der Einbeziehung der Lingang New Area ergebe, werde Shanghai dazu in der Lage sein, internationale Spitzentalente und andere Ressourcen aus aller Welt anzuziehen. Dies werde die Wettbewerbsfähigkeit Shanghais sowie die globale Zusammenarbeit stärken, so Yin weiter. 

Die Einbeziehung von Lingang ist die zweite Erweiterung der FHZ Shanghai, die mit ihrem Start im September 2013 die erste ihrer Art in China war. Die erste Erweiterung der FHZ erfolgte Ende 2014, als das 28 Quadratkilometer große Areal auf stattliche 120 Quadratkilometer anwuchs, indem weitere Teile des Bezirks Pudong einbezogen wurden. 

Die zweite Erweiterung spiegelt den großen Erfolg des FHZ Shanghai in den letzten Jahren wider, sagte Zhao Xiaolei, Direktor des FHZ-Forschungsinstituts an der Shanghai University of Finance and Economics. Die jüngste Erweiterung komme darüber hinaus genau zum richtigen Zeitpunkt, da Shanghai zu einer neuen Runde der strategischen Entwicklung aufgerufen habe. 

„Während in den letzten Jahren auf Aufsicht und systematische Innovation Wert gelegt wurde, sehen wir, dass sich der neu aufgenommene Bereich für die FHZ Shanghai stärker auf die Freiheit von Investitionen, Handel, Kapital, Transport und Beschäftigung konzentrieren wird, was ein weiterer Schritt nach vorne ist", sagte Zhao. 

 

  

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